Delegation der Jusos SH mit Verzögerung aus Israel zurück!

Durch das Flugchaos hat sich die Heimreise der Juso-Delegation um fast eine Woche verzögert, dennoch war diese Delegationsreise in den Nahen Osten eindrucksvoll, politisch ergiebig und lehrreich für die politische Arbeit in Schleswig-Holstein.

Anhand der Erfahrungen im Nahen Osten ist festzustellen: Konfliktbewältigung, das Fassen von Vertrauen zweier Gesellschaften zueinander, ist ohne Kommunikation, ohne miteinander zu reden schlicht unmöglich. Und da haben wir schon eine der Kernherausforderungen des Konfliktes in Israel und den besetzten Gebieten. Jusos haben es sich zur Aufgabe gemacht diese Herausforderung anzunehmen und mitzuhelfen, dass geredet wird.

In einem anderen Zusammenhang hat Claus Möller mal formuliert: „Solange geredet wird, wird nicht geschossen“. Das ist die Hoffnung, die sich mit dem Projekt Willy-Brand-Center-Jerusalem verbindet. Dieses Projekt ist im Nahen Osten einmalig. Über dieses Zentrum werden unterschiedliche Projekte koordiniert und begleitet. Das Willy-Brand-Center-Jerusalem organisiert den Trialog unter der Maßgabe der doppelten Solidarität, der Gewaltfreiheit, der Verteidigung der Menschenwürde und des internationalen Rechts. Es hilft beim Reden. Das ist in einer Region, in der nicht miteinander, sondern fast nur übereinander geredet wird eine schwere Aufgabe und ein echter Meilenstein.

Lösungen gibt es. Die zu schließenden Kompromisse liegen auf der Hand und werden ausländischen Delegationen von beiden Seiten, Palästinensern wie auch Israelis, übereinstimmend erklärt. Wenn es um politische Ratio ginge könnte der Konflikt zwischen den Palästinensern und Israelis beigelegt sein, so scheint es. Doch es fehlt das Vertrauen und geht es leider nicht nur um politische Ratio. Das ist der Eindruck, den ein sozialdemokratischer Europäer aus Schleswig-Holstein nach intensiven zwei Wochen in Israel und den besetzten Gebieten erhalten kann.

Es ist eine spannende politische Arbeit, Kommunikation in dieser Weise zu unterstützen. Der Einsatz des Willy-Brand-Center-Jerusalem ist nicht vergebens, auch das steht nach zwei Wochen im Nahen Osten fest. Dort wird von großartigen Menschen, unter schwierigen Bedingungen, großartige Arbeit geleistet.

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