Blind und blauäugig Richtung Rechts

Die Reichstagswahlen im Schweden sind gelaufen. Zwar haben die Christdemokraten um Ministerpräsident Reinfeldt die absolute Mehrheit verloren, viel bedeutender ist allerdings der Erfolg der Schwedendemokraten, genannt Sverigedemokraterna (SD). Die SD und ihr Vorsitzender Jimmy Akensson zogen erstmals in den schwedischen Reichstag ein. Zuvor war die Partei jedoch bei der Kommunalwahl erfolgreich und konnte gerade im Süden des Landes Mandate gewinnen. Das Wahlprogramm der SD besteht aus rechten und populitischen Thesen und Theorien. Zwar verneint die Partei jede Neigung zum Rassismus, allerdings wirkt dies sehr zweifelhaft. In ihrem Wahlprogramm fordert die „nationale Partei“ ein neues Steuerkonzept:

Durch eine strenge und selektierende Ausländer- und Integrationspolitik sollen die „Kosten die das multikulturelle Gesellschaftsexperiment verschlingt“ eingespart werden und das freie Geld in schwedische Klein- oder Mittelständische Unternehmen gesteckt werden.

Zudem lehnt die Partei gleichgeschlechtliche Ehen ab, warnt vor Islamisierung und Imperialisierung und vor der EU. Eingige Kanidaten warben im Wahlkampf aber auch mit Sprüchen wie „Schweden den Schweden“ oder ein „Schweden ohne Ausländer“ . So zeigten einige der derzeit 3.100 Mitglieder, welche braunen Gedanken tatsächlich hinter der scheinbar freundlichen und konserativen Fratze steckte.

Unsere Hoffnungen liegen nun auf dem konserativen Ministerpräsidenten Reinfeldt: Er schloss ein Bündnis mit der Schwedenpartei kategorisch und komplett aus. Hoffen wir das er sich auch nach den Absagen von den Grünen als Koalitionspartner weiter an seine Versprechen erinnert!

Die rechten, populistischen, islam- und ausländerfeindlichen Ansichten der SD lehnen die Jusos selbstverständlich in Gänze ab!

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