Nazis in Dresden erfolgreich blockiert!

Mit Erfolg!

Mit Erfolg!

Wieder geschafft! Das ist die gute und alles überragende Nachricht vom vergangenen Samstag. Den Nazis ist es wieder nicht gelungen, ihren selbsternannten  „Trauermarsch“ in Dresden umzusetzen. Etwa 15.000 Antifaschisten und Antifaschistinnen stellten sich den Geschichtsverdrehern in den Weg und sorgten mit ihren Blockaden dafür, dass die Nazis nicht Nürnberger Platz gelangen konnten. Dort hätten sie ihre Kundgebung starten wollen. Trotz mehrfacher Androhungen von Räumungen durch die Polizei blieben die Blockierenden standhaft.

Diese Blockade (Holger Apfel, Chef der NPD Sachen: „Wir kommen da nicht durch“) verleitete etwa 300 Braune dazu, spontan nach Leipzig zu reisen. Dort wurde der Aufmarsch jedoch von der Polizei unterbunden.

Insgesamt handelt es sich bei der Blockade des  Dresdener Aufmarsches um einen großen Erfolg für Antifaschismus und Demokratie. Selbst nach dem großen Erfolg 2010 ruhten sich die Demonstrierenden nicht auf der faulen Haut aus und zeigten auch dieses Jahr wieder Flagge gegen Rechts.

Besonders schön war die Vielschichtigkeit und Vielseitigkeit der Aufmarschgegner. Unter den 15.000 Nazigegnern waren Menschen aus vielen Organisationen, Parteien und Gruppen, die friedlich gegen falsche Geschichte und Faschismus demonstriert haben. Auch die Jusos Schleswig- Holstein waren vor Ort.

Ein paar Kritikpunkte ziehen die Bilanz allerdings ein wenig ins Negative. So stehen wir Jusos zwar in Solidarität mit Blockierenden, dass „Krawall machen“ lehnen wir aber generell ab. Unnötiges bespucken, bewerfen,  verprügeln, provozieren oder beschimpfen von Ordnungskräften sind auf das Schärfste abzulehnen, genauso die mutwillige Sachbeschädigung.   Es ist nicht im Sinne des im Grundgesetz festgeschrieben Demonstrations- und Meinungsrechtes.   Im Zuge dessen fordern wir jedoch auch eine kritische Reflexion der Polizeistrategie. Der Einsatz von Pfefferspray und anderen Einsatzmitteln muss genauestens auf seine Korrektheit analysiert werden. Auch eine, in manchen Fällen, deutliche zahlenmäßige Unterlegenheit der Polizeikräfte gegenüber Demonstrierenden muss überarbeitet werden. Sie stellt sonst eine Gefahr für (friedliche Demonstranten und Demonstrantinnen) und eben jene Polizeikräfte dar.

Für das nächste Jahr gilt daher: Die Demonstration doch einfach nicht zulassen. Das erspart allen Beteiligten viel Zeit, Energie und Geld.  Falls die Gerichte den Aufmarsch wieder nicht verhindern können, werden eben wir Antifaschisten und Antifaschistinnen wieder Initiative zeigen!

 

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