Nicht mal Opportunismus können die!

Sigmar Gabriel, fotografiert von Mark Wilkendorf
Das Verhalten der Generalsekretärin Nahles im Fall Sarrazin ist sinnbildlich für das gesamte Auftreten der Bundespartei in der vergangenen Zeit. Eine klare Linie ist hierbei nicht zu erkennen, wodurch die SPD ihren letzten Funken Glaubwürdigkeit verspielt hat. Andrea Nahles und Sigmar Gabriel kapitulierten vor den Stammtischen der Republik im Glauben daran, somit die Diskussionen klein zu halten. Aber das Gegenteil war der Fall. Unbeholfender geht es nicht. Nicht mal Opportunismus können die!

 

Sigmar Gabriel startete in der Causa Sarrazin kämpferisch und forderte früh den Parteiausschluss, bewies im Nachhinein aber leider kein Rückgrat. Er hätte Führungsstärke beweisen können, stattdessen verkriecht er sich. Andrea Nahles sollte als Generalsekretärin eigentlich Schild und Schwert der Partei sein, zeigte in diesem Verfahren allerdings, dass sie dies nicht ist. Nahles‘ Aufgabe wäre es gewesen, das Verfahren durchzufechten. Selbst wenn es nur mit einer Rüge geendet hätte, stünden wir noch besser da, als es jetzt der Fall ist.

Die Jusos Schleswig-Holstein konnten in der letzten Sitzung des SPD-Landesvorstands einen Antrag durchbringen in welchem das Vorgehen der Parteispitze heftig kritisiert wird. Rassimus hat in der SPD nichts zu suchen. Wir haben vieles wieder gut zumachen, darauf müssen wir jetzt all unsere Kraft verwenden.

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