Der Pranger hilft auch nicht.


Screenshot: Google Maps maps.google.com

Screenshot: Google Maps maps.google.com

Seit kurzem existiert bei Google Maps eine Karte, die sehr Anschaulich visualisiert, wo Spender der NPD sitzen. Grundsätzlich eine gute Idee, aber Namen und vollständige Adressen wurden ebenfalls veröffentlicht und die Spender so an den virtuellen Pranger gestellt.

 

Mit Anschrift und Namen sind Rückschlüsse auf reale Personen problemlos möglich. Etwas das bei Groß- und Unternehmensspenden auf Grundlage des Parteienfinanzierungsgesetzes absolut denkbar und sogar wünschenswert wäre. Hier aber werden illegal beschaffte Daten, deren Echtheit nicht einmal verifiziert ist, ohne die Möglichkeit sie zu prüfen anonym online gestellt.

 

Zudem birgt die Veröffentlichung der Daten die Gefahr, dass Aktionsgruppen gelistete Personen aufsuchen und belästigen. Das ist der Stil der Nazis und ist nicht zu kopieren.

 

Die Visualisierung öffentlicher Daten ist begrüßenswert, dabei dürfen wir aber nicht das hohe Gut des Datenschutzes aufs Spiel setzen. Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Spenden an die NPD mögen zwar verwerflich sein, sie sind aber nicht Illegal. Ansonsten hätten hier die rechtstaatlichen Ermittlungsbehörden einzuschreiten.

 

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2 Antworten zu “Der Pranger hilft auch nicht.”

  1. […] Jusos Schleswig-​Holstein kri­ti­sie­ren die ins Netz gestellte Karte mit ver­meint­li­chen NPD-​Spendern. Unbe­kannte hat­ten eine […]

  2. […] an dieser Stelle (16.06.2011 – 11:50) – Die Jusos Schleswig-Holstein kritisieren aus diesen Gründen die Veröffentlichung der Karte. […]

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