„Bitte, bitte liebe Bank…“

„… wenn ich ganz lieb frage, erlässt du den Griechen, dann ein wenig was von ihren Schulden?“ Ist das Angela Merkels Vorstellung von regieren? Der Staat als Bittsteller bei den Banken? Merkels Deal mit Sarkozy stinkt zum Himmel. (Link)

Statt eine verbindliche Regelung für die Umschuldung, hofft Merkel auf die Solidarität der Banken.  Aber eine Umschuldung Griechenlands ist bitter nötig und längst überfällig, aber wie blöd kann man sein, wenn man glaubt die Banken erlassen Schulden, wenn bisher alle Verluste fleißig solidarisiert wurden?

Das Kaputtsparen und Verramschen des griechischen Staates wird die Gläubiger nicht befriedigen. Einem nackten Mann greift man nicht in die Tasche. Das sollte auch für die Bevölkerung eines anderen Staates gelten. Den Griechen muss es möglich sein, einen effizienten und effektiven Staat zu erhalten und das heißt einen handlungsfähigen. Ein nicht mehr funktionierender griechischer Staat wird auch keine Steuereinnahmen generieren können. Nicht ohne Grund gibt für Firmen und Privatpersonen ein Insolvenzrecht.  Merkel hat Recht, wenn sie sagt, dass für Staaten keine Regelungen bestehen, aber es wäre ihre Aufgabe sie zu schaffen.

Sie macht sich selbst und Deutschland lächerlich. Wir sind mit einem blauen Auge aus der Krise rausgekommen und plötzlich das Zugpferd Europas. Höchste Zeit, dass wir uns auch so benehmen und Europa stabilisieren und voranbringen. Die Krise hat gezeigt, dass in einer globalisierten Wirtschaft, Nationalstaaten zum Spielball werden. Höchste Zeit, dass der globalen Wirtschaft, auch globale Regeln folgen und dafür ist Europa ein erster Schritt.

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