Reisetagebuch – Tag 5

Tag 5 von Torben Priemer


Going to the Walled City (Derry)

Heute war wieder ein Tag zum Reisen. Pünktlich um 9.00 Uhr Ortszeit sind wir nach Derry aufgebrochen. Am Tag zuvor sind drei Funkgeräte gekauft worden um die Kommunikation zwischen den Autos zu erhöhen und eine problemlose Kolonnenfahrt zu ermöglichen. Somit machten sich die Genossinnen und Genossen mit den Funkgeräten bemannt auf um Derry möglichst früh zu erreichen. In der Theorie war es geplantdie Funkgeräte nur zu benutzen, wenn einen triftigen Grund gibt. Jedoch erwies sich das Ganze in der Praxis ganz anders und einige Genossinnen und Genossen (ALLE!) nutzten die technischen Gerätschaften für Schabernack und andere kindische Aktionen. Unter anderem wurden höchst romantische Gespräche geführt, denn wir sind nicht nur eine Gruppe junger, engagierter, politisch (richtig) orientierter Menschen, sondern auch höchst liebevolle Persönlichkeiten.

Nach einiger Zeit tobte eine gigantische Wetterfront über dem nordirischen Lande. Des Weiteren konnten wir Blicke auf die wunderschöne Landschaft erhaschen. Der Himmel brach erst wieder auf, als Derry in Sichtweite kam und die Sonnenstrahlen kitzelten sanft die pompösen Mauern der Stadt.

Nach Erreichen des Hostels stießen bald die Genossen der SDLP Youth zu uns. Als erstes wurde ein Rundgang über die noch vollkommen erhaltende Stadtmauer des Bollwerks namens Derry unternommen. Die Aussicht auf die schöne, jungfräuliche Stadt ergab sich als Augenweide für Herz und Seele.

Nachdem wir die schönen Momente in unsere Gedanken und Gefühle aufgenommen haben, folgte der eher traurige Part von Derry. Denn wir begaben uns in die Zeit der Troubles und schritten die Route des Civil Rights Marches, der zum Bloody Sunday führte ab. Wir taten dies im Gedenken an die 26 niedergeschossenen und 14 unschuldig getöteten Zivilistinnen und Zivilisten. Wir sahen unter anderem den Ort an dem drei junge Menschen starben und die zurückgebliebenen Gewehreinschüsse in der Hauswand hinter ihnen. Des weiteren betrachteten wir die kunstvoll gestalteten Hauswände (Murals).

You are now entering free Derry

Nach dem höchst politischen und traurigen Part von Derry begeben wir uns nun mit unseren irischen Genossinnen und Genossen in eine gegebene Örtlichkeit um die soziale Politik zu preisen und zu bejubeln.

Gute Nacht,

Torben Priemer

 

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