Reisetagebuch – Tag 6

Tag 6 von Franziska Sommer & Katharina Rettke

Der Nebel lag noch über Derry als wir die Stadt verließen, um die nordirische Küste in Richtung Galway zu erkunden. Schnell stellten wir landschaftliche Unterschiede zwischen der West- und Ostküste fest. Das typische irische Postkartenmotiv – Schaf, Hügel, Wiese – prägte die Fahrt. In Galway angelangt ließen wir den Nordirlandkonflikt für eine Weile hinter uns und trotzten dem Regen auf einem historischen Spaziergang durch die Stadt. Besonders einprägsam war der Besuch zweier Kirchen. The Cathedral, die katholische Kirche, schmückte ein „Heiligenbild“ John F. Kennedys. Der ehemalige amerikanische Präsident genießt in Galway, wo er lediglich eine halbe Stunde verbrachte, ein hohes Ansehen. Im Gegensatz dazu besticht die protestantische, eher schlichte Kirche, durch Historie. Während sich ein Teil der Gruppe entschloss, direkt nach Dublin zu fahren, machte sich der Rest auf, die Abendstunden am Kliff von Moher zu genießen. Schon auf der Fahrt bot sich ein atemberaubender Blick auf die irische Küste, wo sich an der einen Stelle sanft Hügel und Meer aneinander schmiegen und auf der anderen das 200-Meter-hohe Kliff von Moher aus dem Wasser ragt.

Auf dem Weg wurden wir mit einem weiteren irischen Konflikt konfrontiert: Die distanzierte Haltung zum Lissabonvertrag. Mit den Worten „Same question – same answer – Lissbon 2“ gaben Vertragsgegner ihren Unmut auf einem, mit Graffiti besprühten Straßenschild, und.

Am Kliff erwartete uns ein begeisterndes Panorama mit einem traumhaften Sonnenuntergang. Kaum war die Sonne verschwunden machten wir uns auf die 3-stündige Fahrt nach Dublin.

 

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