Zukunftsregion Ostsee – Wachstum, Arbeit und Identität rund um das Meer

Finnen, Letten, Dänen, Schweden, Russen, Polen und Deutsche waren am 8. Oktober in der zauberhaften Hansestadt Danzig zu einer europäischen Konferenz zum Thema „Zukunftsregion Ostsee“ auf Einladung der FES Warschau zusammengekommen, um den „Spirit of the Baltic Sea“ einzuatmen.Die Ostsee ist eine Zukunftsregion. Dies erkannte Björn Engholm, früherer Ministerpräsident von Schleswig-Holstein und wohl namhaftester Werber für den Ostseeraum, vor inzwischen gut zwei Jahrzehnten. Aus dieser Idee entstand z.B. die Ostseekulturinitiative Ars Baltica, die in diesem Jahr zwanzigjähriges Bestehen feiert und weit über die Parteigrenzen hinweg großes Ansehen genießt. Ein Projekt, dass die kulturelle Identität der Ostseeregion fördern soll. Erst seit ein paar Jahren gibt es sogar eine Ostseestrategie der EU, die Herausforderungen des einzigen europäischen Binnenmeeres beschreibt. Immerhin leben ca. 147 Mio Europäerinnen und Europäer in den Ostseeanrainerstaaten, 40 Mio Menschen leben unmittelbar um die Ostsee herum.Die Ostsee soll Modellregion sein. Warum? Gibt es den „Baltic Sea Spirit“? Was verbindet die Menschen der Region im täglichen Leben? Sind es die zahlreichen Hansestädte mit ihrem beeindruckenden Backsteinbauten? Oder ist’s der Hering, der überall am Mare Balticum auf unterschiedlichste Weise zubereitet und verzehrt wird? Sind es gleiche Vorstellungen zur Energiepolitik? Arbeitspolitik? Wirtschaftspolitik oder gar Außenpolitik?Im Focus der Tagung stand jedenfalls die Idee eines gemeinsamen Arbeitsmarktes im Ostseeraum. Hierzu stellte Alexander Pfannkuche seine Studie vor, die nicht nur denStatus Quo in Fragen des gemeinsamen Arbeitsmarktes wiedergab, sondern darüber hinaus einige Vorschläge machte, das Zusammenwachsen voranzutreiben.

von Enrico Kreft, Daniel Martinen & Niclas Dürbrook

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