Safer Internet Day

Copyright: klicksafe / Uwe Völkner (http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/downloads/pressebilder/)

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Es gibt keine 100% Sicherheit, ein Aspekt dem wir uns im Altag immer bewusst sein müssen. Doch gerade deshalb ist es wichtig zu wissen, was man macht. Sonst kann aus einem kleinen Fehler eine Lawine des ungewollten Wahnsinns entstehen. Genug der Angstmache, es existiert nämlich ein sinnvolles Konzept, dass uns helfen soll, im Alltag zu bestehen. Kompetenz!

Im speziellen soll es Heute am Safer Internet-Day um die Medienkompetenz gehen.

Kurz um, was bedeutet Medienkompetenz? „Medienkompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend zu nutzen.“
(aus Wikipedia:Medienkompetenz)
Wie gehe ich also mit den Medien in meinem Interesse um? In Zeiten der Digitalsierung unserer Gesellschaft, wo Daten unser wichtigstes Gut sind, ist diese Kompetenz äußerst wichtig geworden. Was gebe ich von mir preis und was nicht. Nun gibt es aber nicht nur die Maximalforderungen von „alles ist öffentlich“ bis „alles ist privat“. Sondern auch ein gesundes Mittelmaß dazwischen. Dieses Mittelmaß müssen wir aber erst finden. Jeder für sich selbst. Da schaut dann aber auch schon das nächste Problem auf. Während ich meine Daten im Griff haben mag, was ist dann mit meinen Weggefährten? Sind diese auch so sorgsam mit den Daten, die sie über mich haben oder muss ich nach jeder Party Angst haben, dass es „öffentliche Videos gibt, die mich besoffen nackt im Schnee tanzend“ zeigen? Unser Recht schützt uns zwar vor solchem Datenmissbrauch, aber immer erst, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Wir müssen also vorher ansetzen und unsere Gesellschaft medienkompetent machen. Gefahren und Risiken gegen Chancen und Möglichkeiten abwägen. Die Chance, einen Kaffeevollautomaten zu gewinnen, mag verlockend sein. Das Risiko, am Ende zwischen jeder menge Werbemüll die wichtige Post nicht wieder zu finden, ist hingegen relativ groß. Aber als akzeptabel? Kommt es darauf an, welche Daten gefordert werden? Schon unsere Adresse und die Aufforderung zu einem bestimmten Zeitpunkt den Gewinn abzuholen ist ein Risiko, denn in der Zwischenzeit könnte jemand unsere Wohnung ausräumen.

Zugegeben dies ist ein ernsthaft überspitzetes Szenario. Sehr unwarscheinlich, aber in Variationen sicher schon eingetreten. Der Schutz lautet: auf Seriösität achten. Und wenn es beim Verlust nur um die materielle Habe geht, kann man diese auch noch ersetzen. Was aber passiert, wenn jemand unsere intimsten Geheimnisse kennt? Wenn das vermeintliche Gratisspiel (?) auf einmal aus dem Schlafzimmer eine Lifepeepshow macht?

Bei der ganzen „Angstmacherei“ dürfen wir einen ganz wichtigen Mitspeiler nicht vergessen. Alle meckern immer „böses Facebook“, „evil Google“. Und naja sicher: das sind bestimmt keine Gutmenschen. Was aber ist mit dem vertrauenserweckenden Staat, der das Ganze zusammenhalten soll. Nach Datenbanken wie die von Facebook oder Google leckt sich so mancher Staatsschützer die Finger. Bevor wir also mit den Finger auf andere zeigen, müssen wir auch bei uns anfangen und schauen, ob die Maßnahmen notwendig sind. Oder ob sie unsere Freiheit eher gefährden.

Zum Schluss noch: Wir dürfen nicht immer nur Medienkompetenz fordern, wir müssen sie auch fördern, nicht nur in der Schule und dem Kindergarten, auch und erst Recht in der Erwachsenenbildung.

Safer Internet Day, eine Initiative der Europäischen Kommission

Safer Internet Day, eine Initiative der Europäischen Kommission

 

Heute ist Safer Internet Day, eine Initiative der Europäischen Kommission
mehr Infos unter http://www.klicksafe.de/sid

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