Wehrt euch gegen „unpolitischen“ Nationalismus!

Gemeinsam mit dem Bündnis „Frei.Geist“ rufen wir Jusos Schleswig-Holstein zum Protest gegen Grauzonenmusik auf. Wie schon vor Kurzem geschrieben, beteiligen wir uns als Jusos an einem Bündnis in Dithmarschen, das sich aufgrund des Frei.Wild-Konzerts im Pahlazzo in Pahlen am 24. März gegründet hat.

Am Dienstag, den 13. März findet um 19.00 Uhr dazu eine Info-Veranstaltung in Meldorf statt.
Thema werden Grauzonenmusik und rechte Lebenswelten sein. In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein wird das Bündnis “Frei.Geist” gemeinsam mit einem Mitarbeiter des apabiz Berlin (Antifaschistisches Pressearchiv- und Bildungszentrum e.V.) erarbeiten, wo die Grauzone beginnt und wo sie aufhört, was rechte Lebenswelten sind und warum weder die Bezeichnung „Nazis“ noch das Label „unpolitisch“ zutreffen.

Am Samstag, den 24. März, wird dann schließlich das Frei.Wild-Konzert stattfinden. Um zu informieren und zu demonstrieren werden wir direkt vor dem Pahlazzo eine Kundgebung veranstalten. Wir wollen keine Konzerte, auf denen Nazis geduldet werden, auf denen rechtsoffene Inhalte propagiert werden und auf denen Nationalismus als unpolitisch abgestempelt wird.

Wir rufen hiermit zur Teilnahme an der Info-Veranstaltung und an der Kundgebung gegen Grauzonenmusik auf!

Wer teilnehmen möchte, aber noch Fragen oder keine Mitfahrgelegenheit hat, kann sich sehr gerne bei mir melden. Lasst uns gemeinsam ein Zeichen gegen nationale und ausgrenzende Denkweisen setzen!

Dienstag 13. März 2012, 19.00 – Zingelstr. 14, Meldorf (Bornholdt)
Infoveranstaltung: Grauzone ¬– Rechte Lebenswelten in Punk, OI und Deutschrock

Samstag, 24. März 2012, Treffen ca. 17.00 Uhr
Frei.Wild-Konzert im Pahlazzo, Pahlen
Kundgebung des Bündnisses

6 Antworten zu “Wehrt euch gegen „unpolitischen“ Nationalismus!”

  1. UNPOLITISCHER NATIONALISMUS?!?

    Wasn das für ne abgefuckte Scheiße?
    Ich könnte kotzen vor soviel Dummheit!

    Ich habe im Laufe der Jahre viel gelernt und wenn etwas wirklich Wichtiges dabei war, dann das, dass die Haupttodesursache auf diesem Planeten die Dummheit ist. Dummheit und die daraus resultierende Intoleranz. Es sind mehr Menschen durch Dummheit umgekommen, als durch Krankheiten, Unfälle und Kriege zusammen. Tatsächlich wurden Kriege aus Dummheit geführt, sind Menschen aus Dummheit einem Unfall zum Opfer gefallen. Nicht immer, aber oft. Die Dummheit scheint unmittelbar unser Leben zu beeinflussen und je mehr die Zeit voran schreitet, umso dümmer werden wir.
    Wer einen Nachweis braucht, der widmet seine Aufmerksamkeit bitte den Massenmedien.
    Dieser Dummheit gilt es Einhalt zu gebieten. Wie das funktioniert, sollten wir versuchen herauszufinden.

    • Merle sagt:

      Der Sinn der Freischaltung ist, dass wir dann sofort sehen, ob es neue Kommentare gibt und gleich darauf antworten können. Natürlich werden die Kommentare, die zum Thema sind, dann auch freigeschaltet, so ist es aber für uns leichter zu organisieren. Dass wir anstößige Beiträge nicht freischalten, ist unser Recht.
      Ich kann nicht genau erkennen, wo die Parallelen zwischen Deinem Beitrag zu „Dummheit“ und unserer Stellungnahme zu Nationalismus ist? Ich erkläre aber gern nochmal, worum es uns ging: Frei.Wild bezeichnen sich selbst als unpolitisch. Sie ziehen damit viele unpolitische Jugendliche an, die die Band für ihre Musik mögen. Fakt ist aber, dass Frei.Wild nicht unpolitisch sind (siehe z.B. die Vergangenheit des Sängers, ihr Auftritt bei einer nationalistischen und europafeindlichen Partei und ihre Texte wie in „Wahre Werte“)! Darin sehen wir die Gefahr der Grauzone: Dass Nationalismus (etwas anderes vermittelt das Lied „Südtirol“ nun wirklich nicht!) als etwas unpolitisches vermarktet wird.

  2. Un dann noch auf Freischaltung warten?

    Jetzt wird auch noch die freie Meinung der Leute von Euch zensiert, oder was?

    Echt, Ihr tut mir leid…

  3. Anonyno sagt:

    Liebe Merle
    ich bin auch der von dem anderen Artikel und ich möchte noch einmal darauf verweisen, dass ich einfach einen expliziten Unterschied zwischen einer vielleicht sogar bedrohten Minorität und einem Land, in dem es so etwas gar kein Thema ist, gibt. Ich möchte auch nicht per se jede Kritik wegreden, denn es gibt vor allem in der Vergangenheit des Sängers (das hebe ich hervor, weil es tatsächlich nur der Sänger war, der immer wieder auf rechten Abwegen gewandelt ist. Ich habe die Parteisache 2008 beobachtet und zu dem Zeitpunkt wurde auf der Homepage von Streit und möglicher Bandauflösung gesprochen. Woraus ich schließe, dass die anderen eben nicht damit einverstanden waren) Punkte, die mich sehr sauer aufstoßen lassen. Dennoch finde ich, dass stark übertrieben wird und Frei.Wild von manchen Leuten tatsächlich als braun dargestellt werden. Unabhängig davon, ob man Philipps Distanzierungen als glaubwürdig erachtet, ist es einfach nicht wahr, zu behaupten, dass das Liedgut braun wäre. Das war es 2001 nicht, das war es 2005 nicht und das ist es heute nicht!Ich möchte auch nicht sagen, dass das Lied „Südtirol“ zu 100% korrekt wäre, allerdings prangere ich hier nicht den Inhalt sondern die Ausdrucksweise an, wobei man hier beachten muss, dass man nicht immer alles auf die Goldwaage legen sollte. Ich habe schon bei dem anderen Artikel erklärt, warum ich Frei.Wild (vielleicht manchmal etwas überzogenen) Patriotismus legitimiere. Das sind historische Fakten, die nicht außer Acht gelassen werden sollten. Wenn eine deutsche Band Lieder wie „wahre Werte“ sänge, würde ich das Thema anders behandeln. Es steht außer Frage, dass Südttirol nicht gleichzusetzen ist, mit dem was wir hier haben und wenn man dazu auch noch ein konserativer Mensch ist, der Burger ohne Zweifel ist, dann entstehen solche Lieder.
    Ich stimme zu, wenn du sagst, dass einige Lieder durchaus politische Tedenzen beinhalten. Allerdings wurden solche Statements von Seiten der Kritiker eingefordert. Eine politische Band ist Frei.Wild für mich dennoch nicht, aber das ist meines Erachtens subjektiv. Denn jeder Einzelne zieht hier die Grenze selbst.

  4. Anonyno sagt:

    Auf der Facebook-Seite wurde auch von Laizismus gesprochen und den kann ich in Frei.Wilds Texten nun wirklich nicht erkennen. Aber ich denke, dass man damit die Textzeile aus „das Land der Vollidioten“ anspielt.

    „Die höchsten Leute im Staat beleidigen Völker ganzer Nationen und ihr Trottel wählt sie wieder/ Kreuze werden aus Schulen entfernt aus Respekt vor den andersgläubigen Kindern“

    Nun, das ist eine Anspielung auf good old Berlusconi. Das ist nicht laizistisch, falls du die Debatte damals mitverfolgt haben solltest, sollte das klar sein. Hier wird nur die kontroverse Handlungsweise der italienischen Regierung kritisiert, die auf der einen Seite aus „Respekt vor Andersgläubigen“ (also allen Andersgläubigen wie beispielsweise Atheisten, Hindus, Buddisten, Juden Muslime etc.) die Kreuze aus den Klassenzimmern entfernt, zeitgleich aber andere Völker beleidigt.

    Das ist allerdings klar politisch, aber nicht laizistisch

  5. Anonyno sagt:

    Warum, glauben Sie, gibt es die deutschsprachige Minorität überhaupt noch? Warum, glauben Sie, sprechen in Südtirol, trotz der brutalen Italianisierungsvorgängen von Seiten der italienischen Faschisten, immer noch knapp 70% Deutsch? Warum, glauben Sie, konnte diese Region 1972 Autonomierechte erlangen? Ich glaube bzw. ich bin mir sicher, dass all diese Dinge nur durch die Südtiroler Mentalität möglich sind und waren. Jene Mentalität, die von Frei.Wild verkörpert wird. Diese Lieder bedeuten etwas anderes, Patriotismus bedeutet etwas anderes. (Selbst Nationalismus.müsste anders behandelt werden,wenn er vorhanden WÄRE, da ich allerdings der Interpretation des Künstlers und Autors (Burger) mehr Glauben schenke, als die einer Außenstehenden (Ihnen), wäre auch das geklärt!) Diese Lieder sind im Falle Südtirols mit einem Freiheitskampf verbunden! Basken, Kurden, Südtiroler und Co. sind Minoritäten und entsprechendes Liedgut MUSS dementsprechend behandelt werden! Bitte sehen Sie sich einmal Liedgut einiger Iren an, darüber pekiert sich allerdings keiner. (außer die Queen ) Ich bin mir auch sicher, dass Sie solche Bands à la Frei.Wild (Hoffentlich ohne die rechtsradikale Vergangenheit ) überall finden werden, wo Minderheiten zu Hause sind. Das Stupide ist, es WIRD bei Basken, Kurden und Konsorten legitmiert, bei Südtirolern (wie ich bei diversen Frei.Wild-Artikeln lesen muss) allerdings nicht! Woran liegt es? Daran, dass die Südtiroler DEUTSCHsprachig bleiben wollen??? Die Südtiroler Kultur ist einfach nicht nicht in Italien enstanden, die Südtiroler waren jahrhundertelang ein Teil der Habsburgermonarchie. Wen verwundert es, dass sich Wenige Südtiroler selbst als Italiener wahrnehmen! Lustig ist allerdings, dass sich Politiker und Medien in Südtirol (Ich spreche nicht von Rechten) offen zu Frei.Wild (und natürlich im weiteren Sinne zu dem Liegut) bekennen, die Band sogar sehr unterstützen und wohl kaum ein Problem mit dem unglaublich schlimmen schlimmen Liedgut haben. Mir kommt langsam aber sicher der Verdacht, dass die die Geschichte Südtirols einfach besser kennen?! Ich muss es sehr sehr brachial ausdrücken: Wer eine Minderheit an der Erhaltung ihrer Kultur hindern will, komplett darauf pfeift, ob es diesen Menschen wichtig ist, sie quasi zwingen will das aufzugeben, was sie lieben und kennen, sie dazu verpflichten will, sich einem Land, zu dem sie von sich aus keinen persönlichen Bezug haben, zugehörig zu fühlen – Nein – der ist keinen Pfifferling wert!

    Mich würde allerdings interessieren, was in der Unterredung mit der Band besprochen wurde? Denn auf den Bericht der Jusos gebe ich nicht viel. Man sagt zwar, dass einem absolut nichts ferner läge, als die Band oder deren Fans als Neonazis zu betiteln, nennt den Bericht aber “Grau braune Provinz”. Außer dass man impliziert, dass man Burger vorwerfe, dass er durch Charisma vesucht habe, die Demonstranten auf seine Seite zu ziehen, sagt der Bericht aus, dass es vereinzelt neutrale Leute gab, aber der Rest aus Neonazis bestand und das ist schlichtweg falsch! Ach ja, man hat ja auch angesprochen, dass nur Burger gesprochen hat, was ja angeblich daran lag, dass man Angst hatte, sich in Widersprüche zu verstricken. Allerdings hatte man “vergessen”, zu erwähnen, dass Burger IMMER als Einziger spricht. Der Bassist meinte auf Anfrage einer Interviewerin:”Joo, er hat einfach die größte Klappe.” Nachdem ich diesen Bericht gelesen habe, wurde ich erneut darin bestätigt, dass es Ihnen nicht um die Reaktion auf die Aktion ging, sondern um den Spaß BEI der Aktion und aufgrund dieser Sachlage würde ich der Band vorschlagen einfach darauf zu pfeifen, was da verzapft wird. Sie können noch so oft deartiges schreiben, dadurch bekommt die Band Aufmerksamkeit, die sie vielleicht gar nicht verdient hat (NIEMAND spielt schlechter Gitarre als Burger) und ich werde meinen Musikgeschmack auch nicht ändern. So sind doch alle glücklich: Herr B. aus B. wird reich!!!
    Sie haben etwas wogegen Sie vorgehen können!!! Und ich, ich habe eine Band, die ich voller Liebe und Hingabe supporten kann

Schreibe einen Kommentar zu DeutschRock Supporters Club Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.