Neumünster war bunt!

Der 1. Mai war schon immer Tag der Gewerkschaften und internationalen Arbeiter_innen-Bewegung. An diesem Tag gehen wir für gerechte Löhne und bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße. Der 1. Mai war schon immer rot!
Dass die NPD sich ausgerechnet diesen Tag ausgesucht hat, um in Neumünster eine Wahlkampfveranstaltung zu organisieren, hat sowohl bei den Neumünsteraner_innen, als auch bei Parteien, Verbänden, Kirchen und Gewerkschaften in ganz Schleswig-Holstein großen Widerstand ausgelöst.
Schon im Vorfeld wurden zahlreiche Stände und Veranstaltungen demokratischer Organisationen in der Innenstadt angekündigt, um den Nazis zu zeigen, dass Neumünster keine rechten Spinner auf den Straßen duldet!
Auch fast 100 Jusos  aus Schleswig-Holstein folgten dem Aufruf, sich an der DGB-Kundgebung zu beteiligen und die Nazi-Route zu blockieren. Bereits um 11 Uhr hatten etwa 300 Menschen einen Weg auf die Route der Nazis gefunden und diese mit einer großen Sitzblockade versperrt. Wenig später gelang es einer anderen Gruppe, eine weitere Blockade zu bilden, so dass den Nazis jegliche Möglichkeit genommen wurde, auf der eigentlichen Route zu marschieren.
Für große Erheiterung sorgte letztendlich auch die Kunde darüber, dass die Nazis am falschen Bahnhof ausgestiegen waren. Somit befanden sie sich nicht auf der angekündigten Route, durften ihre Transparente nicht ausrollen und wurden alle einzeln von der Polizei abgeführt und im Gefangenentransport weggebracht. Die Bilanz: Nur 30 Nazis stiegen überhaupt am richtigen Bahnhof aus. Etwa 120 Nazis versuchten, abseits der Route eine Kundgebung abzuhalten und wurden der Polizei mitgenommen. Unter ihnen war auch Udo Pastörs, der Fraktionsvorsitzende der NPD Mecklenburg-Vorpommern. 1200 Polizist_innen waren im Einsatz und über 2000 Gegendemonstrant_innen zeigten, dass Neumünster keinen Bock auf Geschichtsrevisionismus, Nationalismus und Menschenfeindlichkeit hat!

An dieser Stelle wollen wir nochmal allen Antifaschist_innen, die am 1. Mai in Neumünster demonstriert und blockiert haben, danken! Ihr habt alle dazu beigetragen, dass Neumünster dieses Zeichen setzen konnte.
Wir werden auch weiterhin jede Gelegenheit nutzen, den Nazis zu zeigen, dass sie nicht willkommen sind. Weder in Neumünster, noch sonst wo. In Neumünster haben wir ein großartiges Zeichen gesetzt und gezeigt, dass unser Protest friedlich und bunt ist.

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