Rassismus konsequent entgegentreten!

Mölln 1992: 20 Jahre danach – Gedenkveranstaltung am 17.November 2012

In der Nacht vom 22. auf den 23. November 1992 griffen zwei Neonazis zwei Wohnhäuser in Mölln mit Molotow-Cocktails an. Die beiden 10 und 14 Jahre alten Mädchen Yeliz und Aise Yilmaz sowie ihre 51-jährige Großmutter Bahide Arslan starben im Feuer, im zweiten Haus wurden neun Menschen schwer verletzt. Noch während das Feuer gelöscht wurde, gingen Bekenner_innenanrufe bei der Polizei ein, die mit “Heil Hitler” endeten. Die Täter waren inspiriert durch die Pogrome von Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda.Nicht nur die erneuten Hakenkreuz-Schmierereien in Mölln Anfang November 2012 oder die Morde des “Nationalsozialistischen Untergrunds” zeigen uns, dass die Kette rechtsextremistischer Morde, Gewalttaten und Übergriffe nicht abzureißen scheint. Vielmehr scheinen die rechtsradikalen Aktivitäten seit einigen Jahren wieder zuzunehmen.

Die Anschläge von Mölln reihen sich in die Vielzahl der rassistischen und menschenfeindlichen Anschläge der 90er Jahre ein und zeigen uns: Neonazismus und Rassismus waren keineswegs nur ein Problem in Ostdeutschland! Es hat uns aber auch gezeigt, wie offen Rassismus geäußert und in die Tat umgesetzt wird. Nun jähren sich die Anschläge in diesem Jahr zum 20. Mal. Dies muss Anlass für uns sein, mehr denn je zu fragen, was heute, 20 Jahre danach, unsere Antworten auf Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sind.

Wir rufen alle Einwohner_innen dazu auf, an den traurigen Jahrestag der Anschläge in Mölln den Opfern zu Gedenken und ein Zeichen für noch mehr Demokratie, noch mehr Toleranz, noch mehr Offenheit zu setzen.

Wir rufen zur Teilnahme am Gedenkmarsch am 17.November 2012 ab 12 Uhr (Bauhof, Mölln) sowie zum anschließenden Soli-Konzert (Stadtwerke-Arena, Mölln) auf!

Christopher Schmidt                                                                Alexander Wagner
Landesvorsitzender AG Migration und Vielfalt                  Landesvorsitzender Jusos Schleswig-Holstein

Steffen Voß

Arbeitet als Online-/Social-Media-Referent bei der SPD Schleswig-Holstein und ist hier als Mitglied des Arbeitskreises Digitale Gesellschaft der SPD Schleswig-Holstein als ehrenamtlicher Admin erreichbar. Alle Meinungsäußerungen sind privat.

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