Jusos stürmen die kommunalen Parlamente – Wahlbeteiligung aber erschreckend niedrig

Anlässlich der Ergebnisse der Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein vom 26. Mai 2013 erklärt Alexander Wagner, Landesvorsitzender der Jusos Schleswig-Holstein:

„Wir Jusos Schleswig-Holstein ziehen eine geteilte Bilanz der Kommunalwahl. Erfreulich ist für uns besonders, dass viele Juso-Kandidatinnen und Kandidaten den Einzug in die kommunalen Parlamente geschafft haben und einige sogar mit einem sehr guten Ergebnis. Ein großes Lob muss an dieser Stelle an die Juso-Kreisverbände ausgesprochen werden, die einen großartigen und innovativen Wahlkampf gestaltet haben, in dem sie sich  für junge Ideen und Themen stark gemacht haben. Auch gilt das Lob an alle Kandidatinnen und Kandidaten, die mit viel Herzblut und Engagement für ihre Überzeugungen geworben haben. Auch wenn es für einige leider nicht von Erfolg gekrönt war, so muss man voller Anerkennung und Respekt sagen, dass sie den Wahlkampf ungemein bereichert haben.

Natürlich sind wir mit dem Gesamtwahlergebnis nicht vollends zufrieden, da wir das Ziel, stärkste Kommunalpartei in Schleswig-Holstein zu werden, nicht erreicht haben. Aber auch, wenn unsere Leistungen im Wahlkampf sich nicht unbedingt im Wahlergebnis widerspiegeln, freuen wir uns dennoch über die deutlichen Stimmenzuwächse. Das ist ein gutes Signal dafür, dass sich dieser Trend auch bei der Bundestagswahl fortsetzen wird.

Mit großer Sorge blicken wir jedoch auf die geringe Wahlbeteiligung. Insbesondere für Menschen, die sich jahrelang oder stark in der Kommunalpolitik engagieren und sich für die Interessen ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürgern stark machen, war das ein herber Schlag. Jedoch ist es kontraproduktiv, den Wählerinnen und Wählern die Schuld daran zuzuweisen. Es muss vielmehr wieder unsere Aufgabe werden, auf die Wählerinnen und Wähler zuzugehen und das Interesse für Politik zu wecken. Parteienpolitik muss endlich wieder attrraktiver werden! Wir müssen Menschen wieder für Politik begeistern und Verdrossenheit sowie das Desinteresse überwinden. Jede Stimme zählt und jede Möglichkeit der Mitbestimmung ist relevant – egal auf welcher Ebene. Denn fest steht: jede nicht abgegebene Stimme ist ein Schlag ins Gesicht der Demokratie, sie hilft nichtdemokratischen und menschenfeindlichen Parteien. Das beweist leider der Einzug der NPD in Neumünster oder der rechtsstaatlichen Liga im Herzogtum Lauenburg.

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