Jusos Schleswig-Holstein wählen neuen Landesvorstand

Auf ihrer Landeskonferenz am 01./02. März in Mölln haben die Jungsozialist_innen in der SPD Schleswig-Holstein einen neuen Landesvorstand gewählt und zahlreiche Anträge beraten.

Alexander Wagner (27) aus dem Kreis Segeberg war nach zwei Amtszeiten nicht wieder angetreten. Als Fazit seiner Arbeit erklärte Wagner:

„In den beiden Jahren als Landesvorsitzender konnte ich wichtige politische und strukturelle Probleme angehen. Die finanzielle Situation des Verbandes hat sich nachhaltig verbessert, wir haben eine sehr positive Mitgliederentwicklung und konnten bei den drei Wahlkämpfen viele Stimmen von jungen Wählerinnen und Wählern dazu gewinnen. Mit meiner Bilanz bin ich zufrieden, besonders weil ich ein bestelltes Feld hinterlasse.“

Alexander Wagner wird in diesem Jahr sein Studium abschließen und sich auch deshalb neu orientieren. Er bleibt den Jusos als Mitglied im SPD-Landesvorstand auch künftig eng verbunden.

Neuer Landesvorsitzender ist mit einem sehr guten Wahlergebnis von mehr als 80 % Niclas Dürbrook (23) aus dem Kreis Ostholstein. Dürbrook studiert in Kiel Politikwissenschaft, ist als Kreistagsabgeordneter im Kreis Ostholstein kommunalpolitisch verankert und war bisher Kreisvorsitzender der Jusos Ostholstein. Dem Landesvorstand der Jusos gehörte er in der Vergangenheit bereits für zwei Jahre als stellvertretender Landesvorsitzender an.

Neue stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos sind Frederik Digulla (22) aus dem Kreis Segeberg, Delara Burkhardt (21) aus dem Kreis Stormarn, Lars Schalnat (26) aus Lübeck, Simone Weigel (25) aus Kiel, Christian Nissen (26) aus Flensburg und Frederike Julie Stelz (27) aus Kiel.

Das Arbeitsprogramm des neuen Vorstandes wurde von den 75 Delegierten der 15 Juso-Kreisverbänden einstimmig angenommen. Es sieht eine Schwerpunktsetzung bei dem Thema Europa und der Europawahl. Der Landesvorsitzende Niclas Dürbrook erklärt: „Der Europawahlkampf hat für uns eine enorme Bedeutung. Mit Martin Schulz haben wir die Chance, dass erstmals ein deutscher Sozialdemokrat Präsident der Europäischen Kommission wird. Nur eine Veränderung der Mehrheitsverhältnisse in den europäischen Gremien ebnet den Weg zu einem sozialen und gerechten Europa!“

In der weiteren inhaltlichen Debatte erklärten sich die Jusos Schleswig-Holstein solidarisch mit den demokratischen Demonstrierenden in der Ukraine und verurteilten die aktuell von der Russischen Förderation herbeigeführte Eskalation der Lage. Eine Lösung muss aus Sicht der Jusos diplomatisch – unter Einbeziehung Russlands – herbeigeführt werden.

Zudem soll der Fokus auf die innerverbandliche Organisation und die Förderung junger Frauen gelegt werden. Delara Burkhardt, stellvertretende Landesvorsitzende erklärt hierzu:

„Der neue Juso-Landesverband geht mit einem starken Votum der Kreisverbände in das kommende Jahr. Innerhalb unseres Verbandes wollen wir vor allen Dingen darauf hinarbeiten, vermehrt junge Frauen für unsere Ideen zu begeistern und Verantwortung bei den Jusos zu übernehmen. Auch in der der Partei und der Öffentlichkeit werden sich die Jusos lautstark mit ihren Themen zu Wort melden und die sozialdemokratisch geführten Landesregierung und der Großen Koalition in Berlin werden wir kritisch, aber solidarisch begleiten.“

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