Jugendorganisationen der Regierungsparteien einig in Ablehnung des Gottesbezuges

Die Jugendorganisationen der drei schleswig-holsteinischen Regierungsparteien sind sich einig in der Ablehnung des sogenannten Gottesbezuges in einer neuen Landesverfasssung.

“In der Verfassung unseres Landes sollen sich alle Menschen wiederfinden – unabhängig von ihrem persönlichen Glauben. Wir leben im 21. Jahrhundert und immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für die Konfessionslosigkeit oder alternativen Formen des Glaubens. Das muss von der Landespolitik berücksichtigt werden”, so Niclas Dürbrook (24), Landesvorsitzender der Jusos.

“Wer der Meinung ist, seine oder ihre Entscheidungen vor Gott verantworten zu müssen, kann dies auch ohne den Gottesbezug in der Verfassung tun. Es ist ja nicht so, dass fromme Abgeordnete in der Vergangenheit ihren Glauben an der Türschwelle zum Landeshaus abgelegt hätten. Ein Gottesbezug in der Verfassung wäre einem modernen Staatsverständnis nicht angemessen und in seiner Wirkung kaum wahrnehmbar”, so Lasse Petersdotter (24), Sprecher der Grünen Jugend Schleswig-Holstein.

“In der Verfassung unseres Landes muss stets auf alle Einwohner des Landes Rücksicht genommen werden, denn jeder muss sich darin wiederfinden können. Eine spirituelle Generalisierung wäre daher weder repräsentativ noch dem Zeitgeist entsprechend. Die in der Verfassung festgeschriebene Aufforderung, seine Entscheidungen vor Gott zu verantworten, lehnen wir daher ab”, so Max Kahrmann (18), Landesvorsitzender von SSWUngdom

Die drei Jugendorganisationen fordern die Abgeordneten der Regierungsparteien gemeinsam auf, für ein modernes und selbstbestimmtes Religionsverständnis einzutreten.

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