Jusos helfen Albig beim Gottesbezug auf die Sprünge

Zur Diskussion über einen Gottesbezug in der künftigen schleswig-holsteinischen Verfassung und der Landtagsdebatte vom 09. Juli erklärt der Landesvorsitzende der Jusos Schleswig-Holstein, Niclas Dürbrook (24):

„Die Jusos haben sich bereits in der Vergangenheit klar gegen einen Gottesbezug in der schleswig-holsteinischen Verfassung ausgesprochen. Wenn Ministerpräsident Torsten Albig eine Verfassung ohne Gottesbezug für unvorstellbar hält, dann helfen wir ihm gerne auf die Sprünge. Denn mit den Bundesländern Brandenburg, Bremen, Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, dem Saarland, aber auch unseren Nachbarn in Hamburg machen gleich acht Länder das Unvorstellbare wahr. Keines dieser Länder hat einen Gottesbezug in der Verfassung – negative Folgen für die jeweilige Politik sind uns nicht bekannt.“

Dürbrook erklärt weiter: „Auch die Äußerung von Andreas Breitner, der Staat wäre nicht höchste Instanz, kann nicht unwidersprochen stehen bleiben. Persönlich möchte ich nicht in einem Land leben, in dem private Glaubensvorstellungen über den Staat gestellt werden. Grade für einen Innenminister müsste dies eigentlich auch eine erschütternde Vorstellung sein.“

Die Jusos Schleswig-Holstein werden nach der deutlichen Positionierung der sozialdemokratischen Kabinettsmitglieder die Diskussion zum Thema „Gottesbezug“ auch in der SPD weiterführen. Hierzu werden die Jusos auf dem außerordentlichen Landesparteitag der SPD am 27.09 – und damit vor der abschließenden Beratung im Landtag – einen Antrag vorlegen.

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