Jetzt keinen Rückschritt in der Flüchtlings-und Asylpolitik! Unterbringung in Zelten keine Option!

Die Jusos Schleswig-Holstein äußern sich kritisch zur von der Landesregierung geplanten Unterbringung von Flüchtlingen in Zelten auf dem Gelände des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten in Schleswig-Holstein.

„Die Menschen, die zu uns kommen, haben es verdient, dass wir sie mit offenen Armen aufnehmen. Sie in Zelten unterzubringen, erweckt einen anderen Eindruck und widerspricht dem Weg, den die Küstenkoalition im Bereich der Flüchtlings-und Asylpolitik eingeschlagen hat“, kritisiert Frederike Julie Stelz, stellvertretende Vorsitzende der Jusos Schleswig-Holstein.

„Dass die Landesregierung so lange nach einer menschenwürdigen Unterbringung für Flüchtlinge suchen muss, passt zur völlig verfehlten Flüchtlings- und Asylpolitik in Land und Bund in den vergangenen 20 Jahren“, so Stelz weiter. „Land und Bund hätten sich längst auf die absehbar steigenden Flüchtlingszahlen einstellen müssen. In der aktuellen Situation kann ich zwar nachvollziehen, wie die Landesregierung handelt, um allen Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf bieten zu können. Sie muss trotzdem schnell für eine bessere Lösung sorgen und das Versäumnis, geeignete Unterkünfte bereitzustellen ausgleichen. Wir werden die Unterkunft genau in Augenschein nehmen und uns weiter für die Menschen einsetzen, die zu uns kommen.“

Die Jusos kämpfen seit langem für eine offenere Flüchtlingspolitik und machen schon lange auf Defizite im  Asylrecht in Land, Bund und EU aufmerksam. Sie fordern Innenminister Andreas Breitner auf, die Unterbringung in Zelten abzuwenden.

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