Meine Arbeit als Landschaftsgärtner

Der Landschaftsgärtner, ist eine der sieben Fachrichtungen im Berufsfeld der Gartenarbeit. Als Landschaftsgärtner gestaltet man Gärten, Parks, Sportstätten, Spielplätze und auch ganze Landschaften. Während der dreijährigen Ausbildung, mit einem dualen Berufsschulsystem, bekommt man eine ganz neue Sicht auf die eigene Umwelt.

Durch die Berufsschule in der Woche und sechs außerbetrieblichen Lehrgängen kommt in der Ausbildung keine Langeweile auf. Das Berichtsheftes wird dabei zu einem richtig dicken Schinken. Darin werden Sachberichte, Tagesberichte und eine Pflanzenbeschreibung gesammelt. Zudem muss noch ein Herbarium angefertigt werden, eine Sammlung von gepressten und getrockneten Pflanzen.

Im Laufe der Ausbildung gibt es viel zu lernen. Dazu gehören der Bau von Wegen und Terrassen sowie das Kennenlernen der dazu notwendigen Materialien. Von Natursteinen wie Granit, Basalt und Porphyr, bis hin zu den unterschiedlichen Schichten des Wegebau, wie z.B. 0/32 Tragschicht, Kies, Brechsand und Splitt lernt man alles kennen und zu verarbeiten. Aber auch das Bauen von Mauern, Treppen und ganzen Teichen ist Teil der Ausbildung.

Zudem sind Gärtner in dieser Fachrichtung auch Experten im Umgang mit Holz, egal ob Sichtschutzelemente, Terrassen oder normalen Zäunen, mit modernen Sägen und Messwerkzeugen können sie auch das ihren Kunden Fachgerecht aufbauen.

Mit Wasser im Garten oder in der Landschaft kennt der Landschaftsgärtner sich ebenfalls gut aus. Schließlich müssen häufig Bäche, Wasserspiele und Teiche, angelegt werden. In der Landschaft werden große Teiche und Bachläufe meist zur Renaturierung gebaut. Dabei werden moderne Maschinen zur Arbeitserleichterung eingesetzt.

Von großen Maschinen, wie Bagger, Radlader und Trecker, bis hin zu kleineren Geräten, unter anderem Kettensägen, Rasenmähern oder auch Einachsenschleppern, helfen Maschinen bei der Erledigung der täglichen Arbeit.

Doch nicht nur den Umgang mit Maschinen lernt man in der Ausbildung kennen. Auch mit Pflanzen weiß der Landschaftsgärtner geschickt umzugehen. Pflanzen sind viel mehr als der Laie auf dem ersten Blick erkennt. Gärtner kennen die Pflanzen mit denen sie Arbeiten in und auswendig.

Dabei muss man alles über die Pflanzen wissen, vom Lateinischem Namen, dem Deutschen Namen und auch der spezifischen Eigenschaften der Pflanzen.

Bei Arbeiten mit dem Kunden kann man Pflanzen, egal ob Stauden, Sommerblumen, laubabwerfende oder immergrüne Bäumen und Sträucher, geschickt in Gärten und Parks einsetzten.

Und auch der „grüne Teppich“ wird fachgerecht eingebaut, wobei der Kunde zwischen verschiedenen Rasenarten wählen kann. Spiel,- und Sport-Rasen, Schatten-Rasen oder Golf-Rasen, egal was der Kunde wünscht, der Landschaftsgärtner kann es umsetzen.

Im dritten Lehrjahr beschäftigt man sich in einem extra Fach mit allen denkbaren Krankheiten, die Pflanzen befallen können. Dabei lernt man Virus,- Bakterien,- sowie Pilz-Krankheiten kennen. Aber auch andere Schädlinge wie Kerbtieren und Nagern können Pflanzen schaden und müssen dementsprechend kontrolliert werden.

Die geschilderten Bereiche sind nur ein kleiner Teil dieses vielfältigen Berufes. Nun möchte ich noch die Gärtner_innen selbst genauer vorstellen. Sie arbeiten, na klar im Freien, bei Sonne und Hitze, Wind und Regen, Kälte und Schnee. Im Sommer wird man für die gute Bräune oft beneidet, aber auch die Hautkrebsgefahr ist allgegenwärtig.

Im Winter muss man sich richtig anziehen, bis die harte Arbeit von selbst für Wärme sorgt. Nur das Aussteigen aus dem warmen Auto fällt meist schwer. Alleine arbeitet man nur an wenigen Tagen im Jahr. Meist agiert man im Team.

Wegen der festen Arbeitszeiten und einem ordentlichen Gehalt kann man als Gärtner gut leben. Als Meister oder Selbständiger mit der eigenen Firma kann man dann richtig Geld verdienen, hat aber dann auch mehr Stress und Verantwortung.

Die Wochen Arbeitszeit liegt bei ungefähr 42 Stunden. Dabei wird der Arbeitstag nur bis zum Ende auf der Baustelle bezahlt. Natürlich bringt der Job eine gewisse körperliche Belastung mit sich, welche meist den Rücken und die Gelenke betrifft. Doch diesen gesundheitlichen Problemen kann man mit prophylaktischen Maßnahmen zumindest vorbeugen.

Nochmal kurz zusammengefasst:

+Arbeiten im Freien

+Teamwork

+Arbeiten mit Menschen

+Man arbeitet mit der Natur

+(Klimaretter) Man pflanzt ja Pflanzen 😉

+Sehr abwechslungsreiche Tätigkeiten

+Arbeiten mit meist modernen Maschinen und Geräten

+Relativ gutes Gehalt

+Wechselnde Arbeitsorte (Man kommt herum)

 

-Körperliche Belastung des Körpers

-Unregelmäßige Arbeitszeiten

-Berufsfeld mit relativ hohen Krankheitstagen im Jahr

-Gesundheitlich manchmal problematische Situationen(Maschinen Abgase)

 

Erik Krämer

 

 

 

 

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