Meine Arbeit in der häuslichen Frühförderung

Seit September 2014 arbeite ich im Kreis Stormarn in einer häuslichen Frühförderung mit Kindern von 0-3 Jahren. Meine Chefin habe ich bei meiner Arbeit im Krankenhaus kennengelernt. Sie war dort Patientin und hatte eine OP hinter sich.

Meine Chefin ist studierte Sozialpädagogin und stellt die Bedürfnisse der Kinder immer über ihre eigenen. Da ich im Krankenhaus für ihre Pflege verantwortlich war, kamen wir ins Gespräch. Sie suchte eine sozialpädagogische Assistentin für die Zeit, die sie im Rollstuhl verbringt, als Unterstützung für die Betreuung der Kinder. Da ich die Ausbildung zur SPA gemacht habe, bot es sich für mich an weitere Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern zu machen.

Die Hauptziele der Frühförderung sind alle Kinder individuell zu fördern, für Chancengleichheit zu sorgen und gegebenenfalls Störungen der Entwicklung frühzeitig zu erkennen und auszugleichen. Dadurch werden mögliche Probleme – beispielsweise im Kindergarten oder in der Schule vermieden.

Zusätzlich wird Wert darauf gelegt, die Kinder in verschiedenen Kompetenzen zu fördern – beispielsweise im Bereich der visuellen Wahrnehmung oder auch in der sozialen Kompetenz. Um die bestmögliche Entwicklung zu ermöglichen, werden verschiedene meist naturnahe Aktivitäten geplant, die natürlich auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt werden. Dementsprechend sind wir oft im Freien oder basteln passend zu den Jahreszeiten. Auch Musik spielt eine große Rolle. Regelmäßig setzt sich meine Chefin mit den Kindern zusammen, um gemeinsam zu musizieren.

Besonders wichtig in der frühkindlichen Erziehung sind Rituale. Dazu gehören die gemeinen Essenszeiten gemeinsam, der Mittagsschlaf und vieles mehr. Diese Rituale bieten den Kindern eine für den späteren Alltag wichtige Struktur.

Zudem werden in den ersten Jahren die Grundlagen für ein politisches Bewusstsein gelegt. Die Kinder machen ihre ersten Erfahrungen mit Demokratie, indem sie sich beispielsweise gemeinsam auf ein Buch einigen, das gemeinsam gelesen wird.

Jedoch gefällt mir am meisten an der Arbeit dort, dass man deutlich sieht, dass jedes Kind – egal mit welchen Hintergründen – die Chance bekommt, sich frei zu entfalten und zu lernen.

Michelle Damian Marques Leiria

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