Asylbewerberheime müssen ein geschützter Ort sein

Zur Räumung eines Asylbewerberheims in Grabau (Kreis Stormarn) aufgrund starker Rauchentwicklung am heutigen Morgen erklären Niclas Dürbrook, Landesvorsitzender der Jusos Schleswig-Holstein und Lukas Zeidler, Kreisvorsitzender der Jusos Stormarn:

„Wir müssen Menschen, die vor Krieg und Verfolgung nach Schleswig-Holstein fliehen, Sicherheit garantieren. Asylbewerberheime müssen ein geschützter Ort sein. Es ist unerträglich, wenn sie zum Ziel von Attacken werden“, so Niclas Dürbrook.

„Besonders Stormarn sollte sich als Ort der Willkommenskultur verstehen. Vor allem im Hinblick auf die vergangenen Ereignisse im angrenzenden Hamburg. Die beschworene zunehmende ausländerfeindliche Stimmung ist besorgniserregend. Sie beruht nicht auf Fakten sondern auf reiner Panikmache. Das muss den Menschen verdeutlicht werden. Nebenbei sind solche Parolen und Taten eine Beleidigung an alle, die hier Zuflucht suchen. Die, die solche Parolen in die Welt setzen oder eventuell zu solchen Angriffen fähig sind, wie würden sie sich fühlen, wenn sie geflohen sind und so begrüßt werden?“, so Lukas Zeidler.

Dürbrook abschließend: „In Anbetracht der Diskussionen über den Umgang mit den Pegida-Demonstrationen in den vergangenen Wochen zeigt sich hier erneut in erschreckender Klarheit, wessen Sorgen die Politik wirklich ernst nehmen muss. Es ist ein großer Fehler, als Reaktion auf fremdenfeindliche Demonstrationen eine Verschärfung der Asylpolitik zu diskutieren. Dies führt zu einem gesellschaftlichen Klima, das Angriffe auf Asylbewerberheime befeuert.“

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