So klappt das nicht mit dem 21. Jahrhundert: Jusos kritisieren Islam-Äußerungen der JU

Niclas Dürbrook

Zur Pressemitteilung der Jungen Union Schleswig-Holstein vom 19.01.2015 (http://www.ju-sh.de/JU-Landesverband-Schleswig-Holstein/Inhalte/Aktuelles-und-Presse/Der-Islam-gehoert-nicht-zu-Deutschland) erklärt Niclas Dürbrook, Landesvorsitzender der Jusos:

„Angela Merkel hat selten genug Recht, aber hier ist sogar die Kanzlerin weiter als die Junge Union Schleswig-Holstein. Natürlich gehört der Islam zu Deutschland. Wer versucht das mit Floskeln über christlich-jüdische Geschichte wegzudiskutieren, ignoriert gesellschaftliche Realitäten in Deutschland. Wieso soll bei Muslimen zwischen Menschen islamischen Glaubens und dem Islam unterschieden werden, bei Christen aber nicht?”

Delara Burkhardt, stellvertretende Landesvorsitzende ergänzt:

“Solche Äußerungen sind dafür verantwortlich, wenn in unserem Land Menschen aufgrund ihrer Religion vorverurteilt werden und ein Klima des Nicht-Willkommenseins entsteht. Die Junge Union Schleswig-Holstein springt mit ihrer Ankündigung einer Debatte über “Zuwanderung” auf den antimuslimischen Zug auf, dessen Gewaltigkeit wir seit Wochen in Dresden verfolgen können. Wir Jusos führen Debatten nicht am rechten Rand, sondern stehen für eine Integrationspolitik, die alle Menschen beteiligt und gesellschaftliche Realitäten in den Fokus nimmt. Unter anderem diskutieren wir am 28. Januar um 18 Uhr (Ohlshausenerstr. 40, Raum 13) gemeinsam mit Prof. Dr. Fabian Lamp (FH Kiel) über Diskriminierungserfahrungen von Migrant_innen in Schleswig-Holstein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.