Jusos Schleswig-Holstein und MdB Franz Thönnes zu Besuch in Russland

Eine zehnköpfige Delegation der Jusos Schleswig-Holstein nahm in den vergangenen sechs Tagen an einer Sommerschule der sozialen Demokratie in St. Petersburg und Weliki Nowgorod teil. Neben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Schleswig-Holstein nahmen an den Treffen junge Sozialdemokraten aus Russland, der Ukraine und Belarus teil. Neben einem Austausch zur Parteientwicklung und verschiedenen inhaltlichen Themen stand insbesondere die aktuelle Krise in der Ukraine im Fokus. Gemeinsam mit den Jusos nahm auch Franz Thönnes, Mitglied des deutschen Bundestages und stellvertretender Vorsitzender der auswärtigen Ausschusses, an dem Treffen teil.

Franz Thönnes, MdB erklärt:
„Solche Formen des Dialogs sind ein wichtiger Beitrag zur gegenseitigen Verständigung. In dieser Phase der politischen Konfrontation ist es entscheidend, an einem engen gesellschaftlichen Dialog festzuhalten. Nur gemeinsam können wir ein friedliches und gutes Zusammenleben in Europa gestalten. Die letzte Woche hat gezeigt, dass wir dabei auf dem richtigen Weg sind.“

Zum Abschluss des Treffens wurde eine gemeinsame Resolution von deutschen, russischen und ukrainischen Sozialdemokraten zur Situation in der Ukraine verabschiedet. Kernpunkte der Resolution sind neben einer konsequenten Umsetzung des Abkommens von Minsk die Entwaffnung illegaler Kräfte in der Ukraine, Visa-Erleichterungen und die Forderung nach einer neuen Sicherheitsarchitektur für Europa unter Einschluss Russlands. Die Resolution ist hier im Volltext abrufbar.

Niclas Dürbrook, Landesvorsitzender der Jusos SH erklärt:
„Unsere Reise hat uns die schwierigen Bedingungen für junge sozialdemokratische Politiker in Russland, der Ukraine und Belarus vor Augen geführt. Wir haben großen Respekt vor der Arbeit unserer Genossen, die mit großem Einsatz und teilweise unter hohem eigenen Risiko für sozialdemokratische Ideen streiten. Das Thema Osteuropa wird uns auch in den kommenden Monaten weiter begleiten.“

Delara Burkhardt, stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos SH ergänzt:
„Nach dem Tode Egon Bahrs vor zwei Wochen, haben die Gedanken an ihn unsere Reise begleitet. Es braucht eine Renaissance der Entspannungspolitik. Mit der gemeinsam verabschiedeten Resolution zeigen wir, dass auch heute Verständigung und Ausgleich im Sinne Bahrs möglich ist.“

Niclas Dürbrook

Niclas ist seit März 2014 Landesvorsitzender der Jusos. Er studiert und arbeitet in Kiel, wohnt im Kreis Ostholstein und ist dort auch als Kreistagsabgeordneter kommunalpolitisch aktiv. Er koordiniert die Arbeit des Landesvorstandes und vertritt den Verband nach außen. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind die Europa- und Ostseeraumarbeit der Jusos SH, sowie die Kommunalpolitik.

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