Pflege in Bewegung – Zu Gast bei der AWO Pflege Segeberg

Die stellvertretende Juso-Landesvorsitzende Leonie Pätzold besuchte am Mittwoch, den 21. Oktober 2015 die AWO Pflege in Bad Segeberg.

Die AWO Pflege Schleswig-Holstein bietet Hilfe- und Pflegebedarf für Menschen an, die trotz ihrer Situation ihr Leben eigenständig und verantwortlich gestalten wollen. Dabei orientiert sich die Arbeiterwohlfahrt an den Werten Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit, welche sich durch die tägliche Arbeit ziehen.

Unter dem Motto „Zuerst kommt der Mensch!“ garantiert die AWO Pflegequalität mit modernen Konzepten.

Ein Alleinstellungsmerkmal der AWO Pflege Schleswig-Holstein sind die Servicehäuser, in denen eine Begleitung der Kund*innen und Patient*innen zwischen den verschiedenen Dienstleistungsangeboten gewährleistet wird. Von niedrigschwelligen Hilfeangeboten bis zu Leistungen im stationären Bereich findet eine umfassende Beratung statt. Ein Vorteil ist dabei die Kontinuität der Mitarbeiter*innen sowie die Aktivierung eigener Kräfte der Kund*innen durch individuelle Betreuungsangebote.

Der AWO Pflegedienst Segeberg beschäftigt zur Zeit etwa 20 Mitarbeiter*innen und arbeitet eng mit dem Team in Lübeck zusammen. Aus dem Haus der AWO in Bad Segeberg wird z.B. die Wohnanlage Winklersgang betreut, in der sich 31 Wohnungen die mit einem Notrufsystem ausgestattet sind. Des Weiteren wird häusliche Pflege mit einem individuellen Betreuungsplan angeboten für Kund*innen, die in ihrer eigenen Wohnung leben. Neben Grund- und Behandlungspflege werden auch hauswirtschaftliche Hilfen angeboten. Eine Pflegeberatung für Angehörige ergänzt die Dienstleistungen „Wohnen mit Service“, „Häusliche Pflege“ und eine Notrufzentrale.

Die AWO Pflegedienste bietet mit ihrem wertegestützten Angebot eine gute Alternative zu anderen privaten Anbietern und Wohlfahrtsverbänden.

Seit Jahrzehnten wird der sogenannte „Pflegenotstand“ vorhergesagt, der auch im Kreis Segeberg spürbar wird. Neben Fachkräftemangel, und enger Betreuungstaktung ist auch die Sicherstellung von Pflege in ländlichen Räumen eine Herausforderung.

Die in der Pflege Tätigen fordern zu Recht mehr Anerkennung für ihre Leistungen ein. Vor allem schwarze Schafen werden in den medialen Mittelpunkt gestellt und die Leistungen der Mehrheit des Pflegepersonals zu wenig gewürdigt.

Auch dagegen wehren sich die Kampagnen der AWO Pflege Schleswig-Holstein. Unter dem Motto „Wer hat an der Uhr gedreht?“ wurde 2014 auf den belastenden Zeitdruck in den Pflegeberufen aufmerksam gemacht. Die aktuelle Kampagne „Jetzt geht’s los?! Pflege in Bewegung“ weißt auf die Bedeutung sportlicher Aspekte und Bewegung im Alter hin. In größeren Einrichtungen wurden Trimm-Dich-Pfade mit einfachen Alltagsaufgaben eingerichtet.

Aktuelle Entwicklungen in der Gesundheitspolitik bezüglich Pflege sind neben der Einrichtung von Pflegegraden auch die Reform der Pflegeversicherung das das Pflegestärkungsgesetz. Auf Landesebene wurde im Juli die Einrichtung einer Pflegekammer vom Landtag beschlossen, welche von Sozialdemokrat*innen unterstützt wird. Über die genaue Ausgestaltung müssen Angestellte dringend aufgeklärt werden, damit dieses Projekt erfolgreich wird.

Auch vor Ort arbeitet der Kreis mit dem Projekt 2030 an der zukünftigen Sicherung der Daseinsvorsorge: http://www.ln-online.de/Lokales/Segeberg/Antworten-auf-demografischen-Wandel

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