Gute Ausbildung in Schleswig-Holstein

Angehende Floristen, Fotografinnen, Bäckerinnen oder Friseure gehen im 1. Lehrjahr in Schleswig-Holstein häufig mit 350 bis 400 Euro im Monat nach Hause. Hinzu kommen hohen Kosten: Handy, GEZ, Monatstickets. Wenn man alleine leben will, auch Miete. Dafür ist wenig Geld da – auch wenn man deutlich mehr Geld in der Ausbildung verdient. Am Wochenende feiern oder ins Kino gehen ist deshalb für viele Auszubildende echter Luxus.

Wir finden: Wer arbeitet oder eine Ausbildung macht, muss finanziell auf eigenen Beinen stehen können.

Die Realität sieht anders. Deshalb leben die allermeisten Ausbildenden noch bei ihren Eltern leben , egal ob sie wollen oder nicht. Das ist nicht unsere Vorstellung von einem selbstbestimmten Leben.

Um das zu ändern, setzen wir auf drei zentrale Maßnahmen.

  1. Ein bezahlbares, landesweites Azubi-Ticket. Gerade in Schleswig-Holstein, wo viele Auszubildende weite Wege haben, entlastet das enorm.
  2. Wir schaffen günstigen Wohnungen speziell für junge Menschen. Bis 2022 sorgen wir für 2.000 neue Wohngelegenheiten. In Gebieten mit besonders hohen Mieten prüfen wir Azubi-Wohnheimen.
  3. Auf Bundesebene setzen wir uns für eine Mindestausbildungsvergütung ein. Sie soll sich am BAföG-Höchstsatz in Höhe von 735 Euro orientieren.

Mit diesen Maßnahmen sorgen wir für mehr  Gerechtigkeit und machen Ausbildungen attraktiver für junge Menschen. Viele Probleme, die unter der Überschrift Fachkräftemangel diskutiert werden, sind nämlich hausgemacht.

Viele Jugendlichen entscheiden sich gegen eine berufliche Ausbildung, weil es in vielen Berufen schlechte Arbeitsbedingungen gibt: Dabei geht es besonders um unklare Ausbildungsinhalte, ungeeignete Ausbildungsbetriebe, schlecht ausgestattete Berufsschulen und zu niedrige Vergütung. Der Ausbildungsreport der DGB-Jugend zeigt das jedes Jahr.

Wer gute Ausbildungsbedingungen will, muss bei der Landtagswahl am 7. Mai SPD wählen. Wir werden Auszubildende bei Bezahlung, Wohnen und Mobilität unterstützen.

Frederik Digulla

Frederik ist seit März 2014 stellvertretender Landesvorsitzender der Jusos Schleswig-Holstein. Er studiert in Kiel Deutsch und Wirtschaft/Politik im Master. Gleichzeitig arbeitet er im Bad Segeberger Wahlkreisbüro des Bundestagsabgeordneten Franz Thönnes. Gemeinsam mit Lars leitet er die Kommission Äußeres, außerdem koordiniert er die Praxiswoche der Jusos Schleswig-Holstein. Seine Themenbereiche sind Wirtschaft, Arbeit und Soziales sowie Osteuropa.

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