Einen Moment für die Vereinten Nationen

Der heutige Tag ist den Vereinten Nationen (englisch UN oder UNO für „United Nations“ bzw. „United Nation Organization“) gewidmet. Ein weltweiter Zusammenschluss von 197 Staaten, gegründet von 51 nach dem Zweiten Weltkrieg 1945. Gegründet mit dem Ziel, den Frieden zu wahren. Die UN – so groß und doch vermeintlich unsichtbar? Es ist Zeit, sich den UN einmal zuzuwenden.

 

US Präsident Donald Trump wirft ihr Missmanagement und zu viel Bürokratie vor. Kürzlich verließen die USA, Israel zog nach, die UNESCO, der UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur. Stecken die Vereinten Nationen in einer Krise?

 

Dabei ist nicht zu vergessen, dass die UN zusammen mit ihren Organisationen in vielen Gebieten auf dem gesamten Globus Hilfe leisten. Nicht zuletzt auch für Geflüchtete – vor allem in großen Flüchtlingscamps im Nahen Osten. Von vielen Seiten kommen Forderungen zur Reformierung der UN. Gleichzeitig streichen Länder, wie die USA, massiv Geldmittel zusammen. Der Anspruch, mit Diplomatie internationale Konflikte vorzubeugen und bestehende Konflikte zu beenden, stimmt mit unserem Juso-Grundsatz überein. Diplomatie ist viel mehr Wert, als jede geschossene Kugel.

 

Nichtsdestotrotz sind die Strukturen der UN im Kern inzwischen über 50 Jahre alt. An dieser Stelle wird oft die Zusammensetzung des Sicherheitsrates, das Gremium, welches in jüngster Zeit beispielsweise weitere Sanktionen gegen Nordkorea verhing und verhängen darf, genannt. In ihm sitzen fünf ständige Mitglieder, die ein Veto-Recht haben. Ohne ihre Zustimmung läuft nichts. Deutschland zählt nicht dazu. Nun ist streitbar, ob diese Veto-Mächte noch zeitgemäß sind. Eine Reform des Sicherheitsrates gilt jedoch als äußerst schwierig. Kein ständiges Mitglied möchte auf sein Veto-Recht und dauerhafte Mitgliedschaft verzichten. Vielleicht wäre es eine Lösung, dass alle Mitglieder ständig wiedergewählt werden könnten. Ebenfalls die fünf ständigen Mitglieder.

 

António Guterres ist seit Oktober 2016 der neue Generalsekretär dieser riesigen Organisation. Er soll die UN durch unruhige Zeiten führen. Hier ist ein Fortschritt sichtbar. Der Vorschlag der Personalie Guterres wurde nicht mehr nur durch den Sicherheitsrat der Vollversammlung vorgelegt. Die Mitgliedsstaaten konnten sich im Vorfeld ein genaues von ihm machen.

 

Die Vereinten Nationen sind keine starre Formation. Inzwischen existieren einige neue Projekte, ohne großes, öffentliches „Tam Tam“. Es zeigt sich ähnlich wie mit der Europäischen Union. Der Grundsatz der Vereinten Nationen, den Frieden zu sichern und Konflikte gewaltfrei und am Verhandlungstisch zu lösen, sind viel zu wert, als dieses Projekt aufzugeben. Wir sollten uns öfter Zeit für die UN nehmen, als nur heute – am Tag der Vereinten Nationen.

 

Möchtest du mehr wissen? Die Zentrale für politische Bildung (bpb) stellt viel Material zu Verfügung: http://www.bpb.de/internationales/weltweit/vereinte-nationen/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.