Rückblick auf unsere Landeskonferenz

Wir schauen auf ein inhaltliches und diskussionsfreudiges Wochenende in Plön zurück. Bei herausfordernden Temperaturen über 30 Grad haben wir einen neuen Vorstand gewählt, spannende Gäste empfangen und reichlich Forderungen beraten.

 

Hierzu gehörte ein Antrag, der in einer Vielzahl von Forderungen die Stärkung von Gewerkschaften vorsieht. Wir wollen zum Beispiel, dass in Branchen mit geringem Organisationsgrad staatliche Mittel für Gewerkschaftssekretär*innen bereitgestellt werden. Auch finden wir, dass es Sozialpartner*innen einfacher gemacht werden sollte, Zugang zu (Berufs-) Schulen zu erhalten. 

 

Zur Sicherung von Arbeit in der Zukunft gehören für uns neben starken Gewerkschaften auch Arbeitszeitverkürzungen. Wir wollen, dass in Zukunft niemand länger als 30 Stunden in der Woche arbeiten muss. Wenn es gelingt dabei die Löhne konstant zu halten, verringern wir die Ausbeutung und werten die Arbeit der Menschen insgesamt auf.

 

Natürlich geht es bei uns immer auch um einen kritischen Blick auf die SPD. Wir finden es unangebracht, wenn die SPD Spenden von Unternehmen und Interessenverbänden annimmt. Es ist widersprüchlich sich einerseits als kapitalismuskritische, wertegeleitete Partei zu verstehen und gleichzeitig Geld vom Großkapital und Lobby-Organisationen zu erhalten. 

 

Viel gefeilt haben wir auch an unserem Antrag zur Impfpflicht: Es darf nicht sein, dass tot geglaubte Infektionskrankheiten wieder Einzug in Deutschland und Europa erhalten. Immer mehr Menschen verzichten auf wichtige Impfungen bei sich oder ihren Kindern. Wir fordern deswegen ein Gesetz, das die zwingende Impfung gegen eine Vielzahl von Krankheiten vorsieht. Bei Verstößen sehen wir Bußgelder vor. Bei Eltern, die mit ihrem Handeln das Kindeswohl gefährden, soll auch die Entziehung des Sorgerechts für Gesundheitsfragen möglich sein. 

 

Ein weiterer Beschluss stellt klar, dass wir zum Schutz von Umwelt und Gesundheit auch an Silvester ernst machen wollen. Es ist absurd, welche Mengen an Feinstaub wir zum Jahreswechsel privat und unter sicherheitstechnisch bedenklichen Bedingungen in die Luft jagen. Wir wollen ein Verbot des Gebrauchs von Feuerwerkskörpern durch Privatpersonen. Stattdessen sollten lieber unsere Städte und Gemeinden Feuerwerke veranstalten, die wir gemeinsam genießen können.

 

Neben vielen weiteren Anträgen bekamen wir unter anderem Besuch von Kati, der stellv. Vorsitzenden der Jusos Bayern. Auch die SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli und Kevin Kühnert, unser Juso Bundesvorsitzender, kamen am Sonntag nach Plön. In den Grußworten und anschließenden Debatten wurde eines deutlich: Die SPD wird ohne einen starken Jugendverband nicht aus ihrer Krise finden. Sowohl im Bund als auch in Schleswig-Holstein werden wir der kritisch-solidarische Stachel sein, der die SPD in die richtige Richtung piekst. Wir wollen Veränderungen in Struktur und Inhalten. Statt sich von schlechten Umfragewerten treiben zu lassen, braucht es nun den Mut neue Wege zu gehen. Raus aus der GroKo-Denke, hin zu unseren Partner*innen und zu einem kapitalismuskritischen Profil, das den heutigen Bedingungen von Digitalisierung und Internationalisierung gerecht wird. Wir werden nicht lockerlassen!

 

Wie bei jeder ordentlichen Landeskonferenz haben wir außerdem einen neuen Vorstand gewählt. Nach zwei Jahren haben wir Sophia, die mittlerweile stellvertretende SPD Landesvorsitzende ist, verabschiedet. Ihren Platz nimmt nun Simon ein, der zuvor Stellvertreter war. Auch Lea, Lukas, Philine und Marcello bleiben Teil des Vorstandsteams. Neu dabei sind Philippa und Lennart. In den nächsten Wochen werdet ihr uns über die sozialen Medien kennenlernen. Wir freuen uns auf eine spannendes Vorstandsjahr!

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