Wolfgang Schäuble, einer der meistgeschätzten CDU-Politiker überhaupt, hat in der letzten Woche Martin Schulz, den Spitzenkandidaten der Sozialdemokratie, Populismus vorgeworfen und ihn im selben Atemzug mit Donald Trump verglichen. Er hat sich damit lächerlich gemacht und das wird ihm auch noch auffallen, wenn sich der erste Schock über die jüngsten Umfragewerte der Union gelegt hat. Diese Aussage steht aber symptomatisch für die aktuelle Instinktlosigkeit der Unionsparteien.

Gleichzeitig wurde nämlich an die Rhein-Neckar-Zeitung durchgestochen, dass in der CDU zwei Dossiers über Schulz kursieren, die  „Schwachpunkte“ aufzählen, mit denen man den Kandidaten diffamieren könnte. Erste Berichterstattung, die offenbar auf diesen Papieren basiert, gab es bereits in der FAZ und dem SPIEGEL.

Diese Entwicklung gibt den Anlass für einige wichtige Klarstellung. Klar ist zum jetzigen Zeitpunkt: Die CDU bedient sich bei den schlechtesten Aspekten des US-Wahlkampfes. Sie fühlt sich der SPD und Martin Schulz inhaltlich nicht gewachsen und führt deshalb eine Schmutzkampagne. Das ist Behandlung, die populäre SPD-Politiker von Brandt bis Schmidt auch über sich ergehen lassen mussten. Übrigens immer mit demselben Resultat: Diese aus der Angst geborene und allzu durchsichtige Taktik scheitert und die CDU stellt sich dadurch noch weiter ins Abseits.

Dafür gibt es vor allem drei Gründe:

  1. Die CDU sorgt mit der Taktik dafür, dass Schulz noch stärker in den Fokus rückt. Ihr eigenes Personal und ihre Themen werden immer unwichtiger.
  2. Die Menschen in Deutschland wollen keinen Schmutzwahlkampf, sondern eine inhaltliche Auseinandersetzung.
  3. Die Anschuldigungen sind konstruiert und aus der Luft gegriffen. Die Vorwürfe lassen sich leicht entkräften.

Dazu eine kurze Klarstellung der Fakten zu den Vorwürfen gegenüber von Martin Schulz und seinem Team

  • Martin Schulz hat als Präsident des Europäischen Parlaments dasselbe Einkommen erhalten, wie alle Präsidenten vor ihm. Mit einer Ausnahme: Er ist der einzige Parlamentspräsident, der während des Europawahlkampfes freiwillig auf Tagegelder verzichtet hat.
  • Die Frage der Reisen von Martin Schulz während des Europa-Wahlkampfes war Gegenstand einer eingehenden Prüfung des Haushaltsausschusses des Europäischen Parlaments. Dabei wurde das Unterste nach oben gedreht und es wurden keinerlei Verfehlungen festgestellt.
  • Martin Schulz  hat auf das ihm zustehende Übergangsgeld (160.000 €) aus dem Europäischen Parlament freiwillig verzichtet. Er erhält auch keine Zahlungen aus den Pensionsansprüchen, die er sich in über 22jähriger Tätigkeit im Europäischen Parlament erworben hat. Stattdessen zahlt ihm die SPD ein Gehalt.
  • Auch die Vorwürfe gegen Markus Engels, den Wahlkampfmanager von Martin Schulz, sind unredlich. Dieser hat im Januar eine gut dotierte Lebenszeit-Beamtenstelle beim Europäischen Parlament gekündigt. Dadurch hat er auf jegliche Absicherung und auf erhebliche Einkünfte verzichtet.
  • Markus Engels hat während seiner Arbeit für das Europäische Parlament keinerlei Sonderregelungen in Anspruch genommen. Die Abrechnung seiner Dienstreisen entsprach immer den Regularien.
  • Das gilt selbstverständliche auch für alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umfeld von Martin Schulz. Niemand von ihnen hat jemals gegen Recht und Gesetz gehandelt.

Zusammengefasst spielt diese CDU-Taktik der SPD-Kampagne und ihrem Spitzenkandidaten geradezu in die Hände.

Das Bündnis Aufstehen gegen Rassismus hat für den 10./11.02.17 zur landesweiten Aktionskonferenz nach Kiel eingeladen.

Wir sind als Jusos Teil des Bündnisses und Leonie war für uns als Workshopleiterin dabei.

Nach intensiver Vorbereitung im Koordinierungskreis des Bündnisses startete die Aktionskonferenz am Freitag mit einer Podiumsdiskussion.

“Wie konnte die AfD eigentlich so stark werden und was macht sie aus?” standen Freitagabend und Samstagmorgen als Einstieg im Mittelpunkt.

Rassismus, Antifeminismus und Neoliberalismus wurden als Markenkerne der AfD identifiziert.

Im Anschluss erarbeiteten die Teilnehmer in verschiedenen Workshops ihre Gegenstrategien:

  • Regionale Vernetzung
  • Hetze im Netz entgegentreten
  • Aufstehen im Betrieb
  • Wahlkampfaktionen
  • Argumentationstraining
  • Recherche und Watchblog

Die Ergebnisse fanden Eingang in die untenstehende Resolution:

Resolution der Konferenz „Aufstehen gegen Rassismus“ am 10./11.02.2017 in Kiel
Wir sind Menschen aus Gewerkschaften, Parteien, linken Gruppen, aus der Geflüchtetensolidarität,
antifaschistischen Gruppen, örtlichen Bündnissen, aus Schulen, Hochschulen, Betrieben sowie Einzelpersonen. Wir haben zusammen am 10. und 11.02.2017 in Kiel die Konferenz „Aufstehen gegen Rassismus“  durchgeführt. Mit über 140 Personen haben wir uns am 10.02. auf einer Podiumsdiskussion mit der „Alternative für Deutschland“ als Akteurin der politischen Rechten und mit den von ihr vertretenen Inhalten befasst. Wir haben festgestellt, dass die AfD kein plötzlich auftretendes Phänomen ist, sondern vorhandene  nationalistische, rassistische, sexistische und andere Ressentiments aufgreift, dass sie nicht umsonst als parlamentarischer Arm der rassistischen Pegida‐Bewegung verstanden wird. Ihre politischen Themen Migration, Familie und Sicherheit stehen für Rassismus, Islamfeindlichkeit und Antisemitismus, für (Hetero‐)Sexismus und Antifeminismus sowie für soziale Demagogie. Ihre Politik beruht auf Unmenschlichkeit und sozialem Ausschluss, ihre Ideologie ist völkischer Nationalismus.
Wir haben daher beschlossen, dass wir der AfD und ihrer Ideologie entgegentreten werden – an jedem Ort und zu jeder Zeit. Wie, das haben wir am 11.02. in verschiedenen Arbeitsgruppen besprochen: Wir werden Aktionen der AfD und anderer rechter Akteure im Wahlkampf entgegentreten mit Aktionen des Protestes und des zivilen Ungehorsams. Wir werden auch rassistische Wahlplakate nicht unwidersprochen lassen. Wir wollen bunte, vielfältige, phantasievolle Aktionen, an denen sich viele Menschen beteiligen können. Von unseren Aktionen wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir werden als Grundlage für unsere Aktivitäten Recherchen durchführen zu Organisationen, Netzwerken, Personen, Aktionen und Positionen der AfD. So werden wir die inhaltlichen Äußerungen der AfD als das entlarven, was sie sind. Wir werden Berichte zu Aktivitäten der AfD und ihres Umfelds sammeln und veröffentlichen.
Wir haben in den letzten Monaten im ganzen Land weit über 100 Menschen zu Stammtischkämpfer_innen ausgebildet und werden das auch in den nächsten Monaten weiter tun, damit Menschen in die Lage versetzt werden, rechter Hetze in der Schule, der Hochschule, im Verein, im Bus oder in der Kneipe entgegenzutreten. Viele dieser Stammtischkämpfer_innen werden selbst weitere Menschen in diesem Sinne ausbilden. Wir werden auch im Betrieb gegen Rassismus aufstehen, Kolleg_innen aktivieren und die Solidarität der Beschäftigten organisieren, um jede Form von Diskriminierung am Arbeitsplatz zu unterbinden. Genauso werden wir dem verbreiteten Hate Speech im Internet begegnen und auch online jede Form von Rassismus, (Hetero‐) Sexismus, Sozialdarwinismus und völkischem Nationalismus bekämpfen – mit Fakten, mit besseren Argumenten, mit Witz und Ironie. Wir werden uns und andere informieren, um Vorurteilen, Gerüchten und „alternativen Fakten“ wirksam entgegentreten zu können.
Wir werden unsere lokalen Kämpfe miteinander vernetzen, damit wir auch im Flächenland Schleswig‐Holstein gemeinsam schlagfertig sind im Kampf gegen die AfD. Wir werden an unseren Orten weitere Menschen ins Boot holen, werden Kontaktpersonen in allen Regionen finden, werden Menschen vor Ort unterstützen mit Expertise, Materialien usw., werden landesweit Informationen über AfD‐Aktivitäten sammeln und teilen. Wir rufen Menschen im ganzen Land auf, mit uns gemeinsam den Kampf gegen rechte Hetze aufzunehmen: Informiert Euch und andere! Organisiert Euch! Steht auf gegen Rassismus in jeder Form! Erhebt gemeinsam mit uns Eure Stimme gegen die AfD – und auch gegen alle anderen rassistischen und faschistischen Organisationen!
Wir kämpfen gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft, in der Rassismus und Faschismus keinen Nährboden mehr finden. Unsere Alternative heißt Solidarität!
Kiel, 11. Februar 2017

Bei Fragen wie ihr bei Aufstehen gegen Rassismus aktiv werden könnt oder für Unterstützung vor Ort wendet euch an:

l.paetzold@jusos-SH.de

 

Rund 50 Forderungen für jungen Menschen haben die Jusos Schleswig-Holstein im Wahlprogramm der SPD untergebracht. Wir stellen sie euch vor! Heute: die Verdoppelung der regionalen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus.

Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit bedrohen nicht nur Opfer rechter Gewalt sondern auch das gesellschaftliche Zusammenleben. Insbesondere angesichts der politischen Entwicklungen der letzten Jahre brauchen wir Strategien, dagegen vorzugehen. Neben zivilgesellschaftlichem Engagement braucht es auch eine Ausfinanzierung institutioneller Einrichtungen gegen Rechtsextremismus.

Das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus (Beranet) in Schleswig-Holstein berät Menschen und Institutionen und wird getragen vom Rat für Kriminalitätsverhütung und weiteren Verbänden. Zielgruppen sind insbesondere Kommunen, Schulen, Eltern und Betroffene rechter Gewalt, Rassismus und Diskriminierung.

Regionale Beratungsteams in den Regionen Flensburg, Itzehoe, Kiel und Lübeck decken auch den ländlichen Raum ab.

Die SPD wird die Beratungsteams in Schleswig-Holstein von vier auf acht verdoppeln, um eine höhere Dichte von Beratungsangeboten zu erreichen. Auch die politische Bildung wird gestärkt, um Alltagsrassismus wirksam zu bekämpfen.

Von Leonie Pätzold

 

Tobias von Pein trat 2012 das erste Mal als Direktkandidat im Wahlkreis Stormarn Mitte an und wurde als Juso-Kandidat über die Landesliste ins Kieler Landeshaus gewählt. Das ist nuneine Leigislaturperiode her. Er blickt also bereits auf mehrere Jahre Erfahrung als Abgeordneter zurück. Im Landtag vertritt er wichtige Themen unserer Zeit. Als jugendpolitischer Sprecher weiß er, was junge Menschen bewegt und wie wichtig ihre Einbindung in politische Prozesse ist. Als Verantwortlicher für Wirtschaftspolitik und berufliche Bildung kämpft er für gerechte und soziale Lebens- und Arbeitsbedingungen. Der Kampf gegen Rechtsextremismus und für Demokratieprojekte ist ein weiterer wichtiger Schwerpunkt seiner Arbeit.

Tobias‘ Weg in den Landtag führte ihn an verschiedenen Stationen vorbei. Nach dem Realschulabschluss absolvierte er eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Der Zivildienst in einem Kinderhaus prägte seine Einstellungen zum Thema Bekämpfung von Kinderarmut und der Wichtigkeit von Gewaltprävention.Durch eine Aufnahmeprüfung konnte er ohne Abitur in Hamburg Sozialökonomie im Bachelor und Master studieren und befasste sich hier u.a. mit ökonomischen und arbeitsrechtlichen Fragen. Beim DGB-Bildungswerk führte er Seminare für Betriebsräte durch. Mit 16 Jahren wurde er politisch bei den Jusos und der SPD aktiv, engagierte sich viele Jahre auch kommunalpolitisch. Diese Stationen und die hierbei gesammelten Erfahrungen haben ihn persönlich geprägt und ihm wichtige Erfahrungen für seine politische Arbeit mitgegeben.

Bereut er die Entscheidung, sich 2012 zur Wahl gestellt zu haben? Auf keinen Fall! Gerade im jugendpolitischen Bereich und beim Kampf gegen Rechts, aber in anderen Bereichen wurde viel auf den Weg gebracht, an dem er aktiv beteiligt war. 2017 tritt er erneut an, um in den schleswig-holsteinischen Landtag gewählt zu werden und für seine politischen Ziele zu kämpfen und seinen Wahlkreis zu vertreten. Diese Herausforderung nimmt er an und freut sich auf einen spannenden Wahlkampf. Dazu beizutragen, die Welt jeden Tag ein Stückchen besser zu machen ist dabei sein Antrieb.

Die AfD Schleswig-Holstein zerlegt sich kurz vor der Landtagswahl selbst. Am Montag hat sich das Kieler Landgericht mit der Frage beschäftigt, ob der AfD-Landesvorstand im April 2016 rechtmäßig gewählt wurde. Geklagt hatte der ehemalige Landesvorsitzende Thomas Thomsen. Dieser wurde beim Parteitag im April abgewählt und will dies nun anzweifeln. Angeblich wurden bewusst 37 Mitglieder nicht fristgerecht eingeladen und so das Ergebnis verfälscht.

Der amtierende Landesvorstand hat den Anwalt Björn Clemens beauftragt. Clemens hat bereits NPD-Politiker verteidigt und spricht auch selbst auf politischen Veranstaltungen.

Die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin bezeichnete er auf einer Kundgebung als “Völkermord” und “Volksverrat”. Clemens war stellvertretender Bundesvorsitzender der Partei der Republikaner (REP). Er ist Gastredner auf Veranstaltungen des rechten Spektrums, wie etwa der NPD.

Die AfD habe diesen Rechtsbeistand gewählt, weil er sich „mit politischen Verfahren auskennt“.

Tatsächlich hat Clemens bereits den NPD-Funktionär Udo Pastörs sowie den Düsseldorfer PEGIDA-Ableger vertreten.

Die Richterin hat bereits angedeutet, dass die Klage aus formalen Gründen abgewiesen werden könnte. Ein Partei-Schiedsgericht solle die Frage erst intern klären. Laut Thomsen sei dieses jedoch handlungsunfähig.

Die Entscheidung wird für den 30. Januar erwartet.

Bis Mitte Februar muss die AfD ihre Anmeldung zur Landtagswahl abgeben. Ob das Verfahren für die Teilnahme an der Wahl relevant ist wird dann der Landeswahlausschuss klären.

Die AfD hat mal wieder bewiesen, dass sie nicht nur inhaltlich keine Alternative ist.

In Schleswig-Holstein macht sie nur durch Inkompetenz auf sich aufmerksam.

Für den Landesparteitag kommendes Wochenende liegen bereits sechs Abwahlanträge – unter anderem gegen den amtierenden Landesvorstand vor.

Besonders kritisiert wird die sogenannte „Hamburger Clique“, die laut dem ehemaligen Landesvorsitzenden Thomsen in der Hamburger AfD gescheitert seien und sich in Schleswig-Holstein in die bezahlte Politik retten wollten.

Wir sagen: Macht ruhig so weiter, wir bereiten uns derweilen auf den Wahlkampf vor.

Klare Kante gegen Rechtspopulismus

Die Kölner Silvesternacht stellte uns schon zu Beginn des Jahres vor die Herausforderung, rechtspopulistischer Hetze entschlossen entgegenzutreten.

Daniel von den Jusos Kiel und Leonie haben eine Veranstaltung zum Thema “Flüchtlingskriminalität? Eine Richtigstellung” angeboten, in der die Kriminalstatistik und die medialen Darstellungen diskutiert wurden.

Die Landesparteitage der AfD haben wir lautstark begleitet und deutlich gemacht, dass wir geschlossen gegen Rechtspopulismus stehen.

Gemeinsam mit der Juso-Hochschulgruppe haben wir Ende des Jahres diskutiert, wie sich das Erstarken der AfD auf den Wahlkampf auswirken wird.

Landeskonferenz

Unsere wichtigste Veranstaltung fand dieses Jahr in Niebüll statt. Spannende Debatten, nervenaufreibende Wahlen und jede Menge Jusos machten unsere Landeskonferenz in Nordfriesland zu etwas ganz Besonderem. Alles wurde durch den Juso-Kreisverband hervorragend organisiert.

Mit unserer Fotoaktion zu “Meine Stimme für Vernunft” haben wir es in den Vorwärts geschafft. Außerdem wurde ein neuer Vorstand gewählt. Immo, Lars, Frederik, Leonie, Nele und Sophia traten zusammen mit dem neuen und alten Landesvorsitzenden Niclas ein neues Vorstandsjahr an.

Im September fand unsere außerordentliche Landeskonferenz in Norderstedt statt. Das Ergebnis war ein starkes Jugendwahlprogramm, das wir selbstbewusst beim Landesparteitag einbringen konnten.

Zukunft voraus- Schleswig-Holstein 2022

Auf Einladung unseres Landtagsabgeordneten Tobias von Pein haben wir über unsere jungen Forderungen für die Landtagswahl diskutiert. Zusammen mit Falken, Landesschülervertretungen und DGB entwickelten wir unsere Positionen. Zum Abschluss haben wir uns mit Torsten Albig über die gesammelten Ideen ausgetauscht.

Auszubildenden- und Beschäftigtengruppe

Wir nehmen die Anregungen aus unseren Mitgliederbefragungen ernst. Azubis und Arbeitnehmer*innen sind bei uns unterrepräsentiert. Immo hat eine Gruppe eingerichtet, die sich mit Mindestausbildungsvergütung und Ausbildungsbedingungen auseinandersetzt und eine Vernetzung schafft. Für uns ist klar: Schleswig-Holstein braucht mehr denn je engagierte Schüler*innen sowie eine starke berufliche Bildung, die Durchlässigkeit und Vielfalt in unserem Bildungssystem ermöglicht!

Auch eine enge Vernetzung mit den Gewerkschaften, wie etwa der Austausch über den neuen DGB Ausbildungsreport ist Gegenstand dieser Gruppe.

Antifa & Antira

Die Gruppierung “Neumünster wehrt sich” hat insbesondere zu Beginn des Jahres Demonstrationen in Neumünster angemeldet. Wir Jusos waren mit dem örtlichen Kreisverband und unseren Bündnispartner*innen jedes Mal vor Ort, um laut und bunt gegen Menschenfeindlichkeit vorzugehen.

Bei einer Diskussionsveranstaltung zu rechtsoffener Musik haben wir zusammen mit dem Beranet Bands wie Frei.Wild genau unter die Lupe genommen.

In Bad Oldesloe ist es uns gelungen, die Demo “Volkswillen umsetzen” lautstark zu übertönen.

Im April haben wir gemeinsam mit unseren Partner*innen zum antirassistischen Schulstreik aufgerufen, um ein Zeichen gegen Rassismus und rechte Hetze zu setzen.

Als Teil des Bündnisses “Aufstehen gegen Rassismus” bieten wir die Stammtischkämpfer*innenausbildung an, organisieren eine Aktionskonferenz und stehen entschlossen gegen Rechts.

Asylpolitik und Integration

Anfang des Jahres haben wir in Neumünster mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten gesprochen. Darüber hinaus haben wir eine Landesunterkunft in Schleswig-Holstein besichtigt und mit dem Leiter über die Unterbringung diskutiert.

Ein wichtiges Anliegen war für uns die Verhinderung des Asylpaketes II. Wir haben jedem schleswig-holsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten einen Brief geschrieben und noch Stunden vor der Abstimmung versucht, für eine Ablehnung zu werben.

Auch der Türkei-Deal war in unseren Augen ein No-Go. Auf dem Landesparteitag haben wir deutlich gemacht, was wir von diesem faulen Deal halten.

Auf gemischte Gefühle stieß bei uns das Integrationsgesetz. Die SPD Schleswig-Holstein drängt zur Zeit darauf, dass die guten Punkte des Gesetzes auch konsequent umgesetzt werden.

Ein paar unserer Genoss*innen haben etwas richtig Tolles auf die Beine gestellt: Das Projekt I.L.A. (Integration. Lernen. Arbeit) vernetzt politisch interessierte Geflüchtete im Alter von 15 bis 30 Jahren – eine richtig gute Sache, die wir gerne unterstützen.

Die Jusos SH auf Reisen

Sophia und Delara haben für uns an der Frauendelegationsreise nach Jerusalem teilgenommen.

Im Mai haben wir mit anderen Landesverbänden und Bezirken ein Seminar zum maritimen Wirtschaften organisiert.

Eine Gruppe Jusos aus SH hat sich beim Tag der Unterbezirke und Kreisverbände in Berlin bundesweit vernetzt. Mit einer Delegation haben wir am Sommercamp unseres europäischen Dachverbands Young European Socialists auf Sizilien teilgenommen. Eine Woche voller Begegnungen und Debatten zur Zukunft Europas waren das Ergebnis.

Im September haben wir unsere Genoss*innen in Mecklenburg-Vorpommern im Wahlkampf unterstützt – eine tolle Vernetzungsmöglichkeit und eine Einstimmung für den Wahlkampf in SH.

Auch beim Linkskongress des Juso- Bundesverbandes waren wir stark vertreten.

Die größte Reise führte uns ins Baltikum: drei spannende Tage in Tallinn mit der FES und unserer Partnerorganisation vor Ort. Passend zu unserem Baltikum-Schwerpunkt haben Teile des Vorstandes auch dieses Jahr wieder am Baltic-Sea-Youth-Radar in Danzig teilgenommen.

Unsere schleswig-holsteinische Delegation hat auf dem Bundeskongress der Jusos in Dresden Farbe bekannt.

Gleichstellung & Frauenvernetzung

Gemeinsam mit Elke Sasse, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Lübeck, haben wir uns über gleichstellungspolitische Perspektiven ausgetauscht.

Die AfD hat eine Veranstaltung zum Thema Gender-Mainstreaming durchgeführt. Wir Jusos haben eine Gegendemonstration organisiert, es haben sich uns etwa 150 Personen angeschlossen. Am Equal Pay Day hat Sophia für uns gebloggt und die Abschaffung des Ehegattensplittings und die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen gefordert.

Am 08. März haben wir zu einer Kundgebung zum Frauenkampftag aufgerufen und mit vielen Freund*innen den Tag auch in der Innenstadt Kiels sichtbar gemacht.

Ende des Jahres fand ein tolles Frauenseminar statt, in dem die Ideen unserer Grrrls im Vordergrund standen.

Regionale Strukturen

Für eine politische Jugendorganisation keine Selbstverständlichkeit: Wir sind in jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt Schleswig-Holsteins aktiv. Hunderte junge, engagierte und tolle Menschen setzen sich vor Ort für die Jusos ein.

Praxis-Woche

Jedes Jahr besuchen Jusos Unternehmen, Verbände und Vereine, um einen Einblick zu bekommen. Bestenfalls wird gleich mit angepackt.

Wie jedes Jahr ein buntes Programm: Polizei, Landschaftsgärtner, Volkshochschule, Industrie, Stadtwerke, Schlepp- und Fährgesellschaft, Abfallentsorgung.

Rote Küste

Die Jusos SH haben wieder ein Magazin: Modernes Design und jede Menge spannende Inhalte wie strategische Gerechtigkeitspolitk, aber auch coole Beiträge der Kreisverbände sind jetzt online verfügbar.

Organisatorisches

Unser neuer Landesgeschäftsführer Tarek übernahm den Platz im Walter-Damm-Haus von Immo. Zum Glück blieb dieser uns aber als stellvertretender Landesvorsitzender erhalten.

Mitte des Jahres haben wir das neue Corporate Design des Bundesverbands bei uns eingeführt und sind jetzt moderner, bunter und social-media geeigneter als jemals zuvor.

Und damit hat sich auch unser Facebook-Auftritt geändert.

Video und Foto-Workshops, eine neue Kamera und als neuer Beauftragter im Team: Simon, der für uns seine Kreativität in SharePics und Publikationen auslebt.

Minister*innengespräche

Bildung bewegt! Beim Ministerinnengespräch mit Britta Ernst wurden Themen wie G8 und die Integration von Geflüchteten in den Schulalltag diskutiert.

Verband politischer Jugenden (VPJ)

Gemeinsam mit den anderen politischen Jugendorganisationen aus dem Verband politischer Jugenden haben wir auf Podien diskutiert.

Im April haben wir ein Bündnis für Jugendwahlbeteiligung geschlossen und auf der Landespressekonferenz vorgestellt. Im Mai dürfen das erste Mal Jugendliche ab 16 Jahren wählen – wir sind gespannt.

Ein besonders interessantes und diverses Seminar fand unter dem Titel “Schleswig-Holstein 2050” statt. Bei einem bunten Programm haben alle politischen Jugendorganisationen aus dem VPJ diskutiert, gestaltet und sich ausgetauscht- all das mit prominenten Gästen aus allen zugehörigen Parteien.

Rote Wochenenden

Ein Klassiker der Jusos Schleswig-Holstein: Die Roten Wochenenden. In Neumünster haben wir uns mit der rechten Szene, dem US-Wahlkampf, Wirtschaftsethik und Syrien auseinandergesetzt. Auf unserem Sommer-Rowo in Malente  haben wir ein Demotraining, ein Gewerkschafts-1×1 und jede Menge mehr angeboten.

Gedenken & Erinnern

Insbesondere nachdem einige von uns als Teilnehmer*innen und Teamer*innen an der Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz teilgenommen haben, war das Thema “Gedenken & Erinnern” ein zentrales Anliegen.

Gedacht haben wir auch Olof Palme, Julius Leber und dem Knieffall von Willy Brandt.

Auch Gedenktage wie den Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus oder den der Novemberpogrome haben wir begleitet.

Traditionell am 09.11. putzen wir Stolpersteine, legen Rosen nieder und verlesen die Biografien der Opfer des Nationalsozialismus.

Bewegt hat uns wie jedes Jahr das Gedenken an die Utoya-Morde, zu dem wir in der Kieler Innenstadt Rosen niederlegten.

Buchseminare

Als Landesvorstand bieten wir unseren Kreisverbänden an, Seminare zu verschiedensten Themen zu buchen. Ob Grundlagen, Trainings oder spezielle Wünsche der Kreisverbände: Schaut auf unserer Website vorbei und bucht ein Seminar vor Ort.

Publikationen

Unser Leitfaden zur Kinder- und Jugendbeteiligung wurde federführend von Immo veröffentlicht. Leonie und Tobi haben gemeinsam mit Simon einen umfangreichen Demo-Leitfaden entwickelt.

Wahlkampf

Eines der intensivsten Projekte ab Mitte des Jahres war die Vorbereitung des Wahlkampfes. Dafür haben wir eine hochmotivierte Projektgruppe eingerichtet, die Videos produziert, Aktionen plant und die Organisation im Hintergrund stemmt. Ende des Jahres haben wir ein großes Youth-Campaigner-Seminar in Plön organisiert und Aktionsformen entwickelt und ausprobiert.

Partei

Auf Landesparteiräten und Landesparteitagen haben wir kontinuierlich für unsere Positionen gekämpft. Ob Asylpolitik, Gerechtigkeitspolitik oder Bildung – wir präsentieren unsere Ideen selbstbewusst.

Bei der Parteikonferenz haben wir unsere Konzepte zum Landtagswahlkampf vorgestellt.

LaVo vor Ort

Von Molfsee bis Haithabu ist zur Zeit viel in Bewegung – das haben wir mit den Landesmuseen in Schleswig-Holstein diskutiert.

Spannende Blicke hinter die Kulissen waren auch in der Polizeidirektion für Aus- und Weiterbildung in Eutin möglich. In Lübeck hat uns Jan, der Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion, durchs Rathaus geführt und mit uns über aktuelle Themen der Hansestadt diskutiert.

Neumitglieder-Seminar

Erstmals haben die Jusos in Kooperation mit dem SPD-Landesverband ein Neumitgliederseminar speziell für Genoss*innen unter 35 Jahren in Malente angeboten. Wir freuen uns neue Gesichter zu begrüßen und über ihr Engagement in den Kreisverbänden.

  1.  Mai

Solidarität heißt gemeinsam kämpfen. Mit den Gewerkschaftsjugenden, Parteijugenden und jede Menge weiterer Organisationen ging es für uns am 1. Mai auf die Straße.

We’re with her

Eines DER Ereignisse 2016 haben wir im Walter-Damm-Haus in Kiel begleitet. Etwa 30 Jusos haben sich die US-Wahlnacht um die Ohren gehauen und bis früh morgens mitgefiebert.

Jusos in die Parlamente!

Wir starten mit tollen Kandidat*innen ins Wahljahr 2017. Mit Hendrik und Tobi treten zwei Jusos für den Landtag an. Mit Alex wollen wir den Bundestag erobern.