Am Donnerstag besuchten Jana Stuth (Landesvorsitzende der Juso Schülerinnengruppe), Lars Schalnat (Stv. Landesvorsitzender der Jusos S-H und Vorstandsmitglied der SPD Lübeck), Simon Bull (Landesvorstandsmitglied der Jusos S-H), sowie Simon Walter (Lübecker Juso) gemeinsam mit Kerstin Metzner (SPD Bürgerschaftsfraktion und Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke) im Rahmen der Praxiswoche die Stadtwerke Lübeck.

swhl2Mit fast 150 Jahren Unternehmensgeschichte sind die Stadtwerke Lübeck eines der ältesten kommunalen Stadtwerke Unternehmen in Deutschland.  1250 Mitarbeiter*innen davon 53 Auszubildende sowohl in Vollzeit, als auch in Teilzeit versorgen rund 130.000 Haushalte mit Wärme, Strom, und Gas. Außerdem alle Haushalte in und um Lübeck mit sauberem Trinkwasser. Außerdem befördert der Stadtverkehr als Teil des Konzerns rund 23 Millionen Fahrgäste jedes Jahr und sorgt damit für die Mobilität der Lübecker*innen.swhl5

35 Millionen Euro werden jährlich wieder in den Konzern und die Region Lübeck investiert, dazu kommen über 50 Millionen Euro Steuern jährlich die an Stadt, Land und Bund direkt durch das Unternehmen gezahlt werden. Die gesamte Wertschöpfung des 100%tig kommunalen Unternehmens für die Region betrug 2015 rund 130 Millionen Euro. Damit sind die Stadtwerke nicht nur Teil der Daseinsvorsorge in und um Lübeck, sondern auch wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region.  Die Ausbildung findet deutlich über dem Bedarf statt, und nach Gesprächen mit Auszubildenden des Betriebes können wir sagen: Hier sind die Mitarbeiter*innen sehr zufrieden mit den Arbeitsverhältnissen und auch den neuen und modernen Büros der Stadtwerke die 2015 eingeweiht wurden.

swhl7

 

Im Bereich der E-Mobilität will der Stadtverkehr bis 2030 zu 100% auf Elektrobusse umgestiegen sein, auch diese Projekte müssen bei zukünftigen eventuellen Ausschreibungen des Öffentlichen Nahverkehrs in Lübeck berücksichtigt und speziell gefördert werden. Auch wenn bei derzeitigen Spritpreisen und insbesondere den hohen Anschaffungspreisen von Elektrobussen noch die konventionellen Busse günstiger fahren.

Wir stehen bei den Stadtwerken. Wenn wir die Energiewende wollen muss die Politik klare und verlässliche Zeichen setzen, um sie auch vor Ort und im Detail umzusetzen.

 

 

 

 

Der Landesvorstand der Jusos Schleswig-Holstein kritisiert die Ergebnisse des gestrigen EU-Gipfel zu den Klimazielen für das Jahr 2030:

 „Die Regierungschefs begraben die Vorreiterrolle der EU in Sachen Klimaschutz nun endgültig“, so der stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos Schleswig-Holstein Christian Nissen.

„Das Ziel von mindestens 40% CO2-Reduktion lässt sich in keinster Weise wissenschaftlich begründen”, so Nissen weiter. „Eigentlich bräuchten wir mindestens 50% CO2-Einsparung bis 2030, um überhaupt nur eine Chance zu haben, bis Mitte dieses Jahrhunderts auf die, von der Wissenschaft als nötig erachteten, 80-95% Einsparung zu kommen. Die EU-Regierungschefs haben damit das international ausgehandelte Ziel von maximal 2 Grad Temperaturerhöhung aufgegeben“, führt der 27-jährige Wirtschaftsingenieur weiter aus.

„Die EU legt jetzt beim Thema Klimaschutz die Hände in den Schoß. Auch ohne weitere Maßnahmen werden wir im Jahr 2020 30% CO2-Reduktion haben“, erklärt Nissen, der im Moment ein Masterstudium Energie- und Umweltmanagement an der Europa-Universität Flensburg macht.

Die Jusos Schleswig-Holstein werden sich weiterhin für ambitionierte Klimaschutzziele einsetzen. So ist zurzeit ein Papier zum Thema Klimagerechtigkeit in Arbeit. Außerdem werden die Jusos SH auf dem nächsten Bundeskongress der Jusos zu diesem Thema einen Antrag stellen, in dem sie mindestens 55% CO2 Reduktion, 45% erneuerbare Energien, und 40% Effizienzsteigerung fordern.

„Wir werden diese Ziele einfordern. Zukünftige Generationen haben auch ein Recht darauf, in einer lebenswerten Welt aufzuwachsen“, so Nissen abschließend