Gruppenbild Jusos S-H beim Roten Wochenende in Malente 2015

Am Wochenende fanden sich erneut rund 40 engagierte Jungsozialist*innen in der Jugendherberge in Malente ein. Wir konnten gemeinsam in vielen Seminaren inhaltlich diskutieren, begleitet wurden die Seminare unter anderem von dem Landtagsabgeordneten Tobias von Pein, Raju Sharma, ehemaliges Mitglied des Bundestages und aktuell Bürochef des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein Torsten Albig.

Gruppenbild Jusos S-H beim Roten Wochenende in Malente 2015

Am Freitag begannen wir mit einem Anti-Rassismustraining und einem Workshop zur Politikverdrossenheit und politischer Bildung in Schulen. Im Anschluss folgte Abends eine spannende Schnitzeljagd durch Bad Malente, bei der viel politisches Wissen über die Politik in Schleswig-Holstein, aber natürlich auch der Liedtext der Internationalen abgefragt wurden – letzteres war selbstverständlich nur eine kleine Herausforderung.

Samstag, 7:30 Uhr, für viele Jusos am Wochenende eine unmenschliche Zeit aufzustehen. Dennoch, alle waren beim Frühstück und anschließend folgte ein Workshop zu Demorechten im Zusammenhang mit dem neuen Versammlungsfreiheitsgesetz in Schleswig-Holstein., Ein im Ländervergleich sehr liberales und gelungenes Gesetz. Tobias von Pein berichtete hautnah vom Entstehungsprozess, der über 2 Jahre gedauert hat. Parallel hierzu fand auch ein alternativer Workshop statt, der sich mit dem geplanten Ablaufdatum insbesondere von technischen Produkten beschäftigte und sich kritisch mit der „Wegwerfgesellschaft“ auseinandersetzte.

Den Nachmittag nutzen wir dann für eine ausgiebige Kanutour auf dem Kellersee um dann zwar körperlich erschöpft, aber geistig entspannt und motiviert in den Abend mit einem Workshop zu politischer Planung und einem weiteren zur Gedenkkultur besonders an Gedenkstätten des Holocaust zu starten. Hier waren insbesondere die Berichte der Teilnehmer der diesjährigen Gedenkstättenfahrten nach Krakau und Auschwitz von DGB, SJD – Die Falken, Jusos und anderen Jugendorganisationen eindrucksvoll. Den Abend genossen wir dann mit vielen Arbeiter*Innenliedern und auch dem ein oder anderen Popsong, danke an dieser Stelle nochmal an Moritz der extra direkt aus seinem Urlaub anreiste, um uns mit seiner Gitarre zu unterhalten.

Sonntag starteten wir mit einem großen kommunalpolitischen Planspiel. In Malente galt es in die Rollen von Verbänden, Politikern, Wirtschaft, Presse und Bürgerinitiativen zu schlüpfen und so den Diskussionsprozess um den Bau einer Kartbahn und einer KiTa sowie die Verlegung einer Seniorenresidenz hautnah zu erleben.

Weiter ging es zum Abschluss dann mit einem Bericht über den Berufspolitiker aus der „2.ten Reihe“, jene hauptamtlichen die Mandatsträger beraten und in ihrer Tätigkeit unterstützen. Wir hatten Raju Sharma zu Gast, den Büroleiter unseres amtierenden Ministerpräsidenten Torsten Albig. Neben Einblicken in die Arbeit eines Büroleiters und damit hinter die Kulissen der Politik, konnten wir auch vieles über den spannenden Lebensweg von Raju erfahren, der zudem Erfahrungen als ehemaliger Bundestagsabgeordneter der Linkspartei mitbrachte.  Spannend auch, was so ein Mann der „zweiten Reihe“ tut, wenn gerade mal etwas mehr Luft in der Freizeit ist. Nämlich einen Kriminalroman à la Dan Brown zu schreiben und in ein schleswig-holsteinisches Umfeld zu versetzen. Danke für deinen Besuch, Raju.

Für uns als Landesvorstand – und dem Feedback nach auch für die Teilnehmer*Innen – ein sehr spannendes und schönes Wochenende, an dem auch viele neue Genoss*Innen teilgenommen haben und hoffentlich nun mit ordentlich Motivation in ihre politische Arbeit starten. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Rote Sommerwochenende!

Am 26. Juli besuchten wir Jusos Schleswig-Holstein im Rahmen unserer „Landesvorstand vor Ort“-Tour gemeinsam mit den Jusos Schleswig-Flensburg die Landwirtschaft Petersen, einen Milchbauernhof in Bollingstedt. Ein Hof mit rund 180 Kühen, Hofhund und Katze erwartete uns. Für uns Jusos, mehrheitlich Studierende ohne landwirtschaftlichen Hintergrund, war dies ein neues Feld und wir erhielten eine mehrstündige Führung über den Milchhof und über die ebenfalls dazugehörige Biogasanlage. Mit der Abwärme der Biogasanlage werden die umliegenden Haushalte mit Strom und Fernwärme versorgt, ökologisch und ökonomisch deutlich sinnvoller als herkömmliche Energiequellen.

Hier erfuhren wir, wie sich die derzeitige Milchpreisentwicklung auf den Hofbetrieb auswirkt und auch welche Auswirkungen das Freihandelsabkommen TTIP für einen Betieb vor Ort haben könnte. Man befürchtet hier noch geringere Milch- und Fleischpreise, da die Standards in den USA niedriger sind und dadurch Milch günstiger als in Deutschland erzeugt werden kann und den Marktpreis weiter in die Verlustzone der Milchbauern drückt.

Ohne die Nebeneinkünfte aus den Biogasanlagen und Windkraftanlagen wäre für viele Milchbauern in Schleswig-Holstein wahrscheinlich schon die Insolvenz erreicht. Hier müssen Politik und Milchwirtschaft Antworten finden, um die Macht der Milchbauern zur fairen Preisbestimmung am Markt zu stärken.

Seit der ersten Milchkrise vor einigen Jahren hat Deutschland bereits ein Drittel der ehemals über 100.000 Milchbauern verloren, viele davon aufgrund der viel zu niedrigen Milchpreise am Markt. Anbei konnten wir auch über den zunehmenden Fachkräftemangel, der auch die Landwirtschaft erreicht, sprechen. Hier werden die zuströmenden Flüchtlinge gern gesehen, man erhofft sich hier eine wachsende Auswahl an Auszubildenden, auch wenn bisher in der Landwirtschaft nur wenige Stellen frei bleiben.

Landwirtschaft 2

 

 

Liebe Genossinnen und Genossen,

nach über Wochen andauernden Verhandlungen liegt er nun vor: der mit der CDU/CSU abgestimmte Entwurf für eine Koalitionsvereinbarung für die 18. Wahlperiode des Deutschen Bundestages: Hier geht’s zum Koalitionsvertrag.

Nun ist es an den Mitgliedern der SPD, darüber zu entscheiden, ob die Koalition oder CDU und CSU auf der Grundlage des vorgelegten Dokuments eingangen wird oder nicht. Das ist in der Geschichte der SPD und der Bundesrepublik bislang einmalig – und ihr könnt als SPD-Mitglieder selbst daran teilhaben!

Das Mitgliedervotum bringt aber auch eine große Verantwortung jedes einzelnen Mitglieds gegenüber der SPD und für eine mögliche Regierungsbildung im Land mit sich, mit der nicht leichtfertig umgegangen werden darf.

Um den Mitgliedern der SPD in Schleswig-Holstein die Möglichkeit der Diskussion zu geben, finden insgesamt drei Regionalkonferenzen in den kommenden Tagen statt:
Am 2.12. in Rendsburg, am 3.12. in Pinneberg und am 6.12 in Lübeck (nähere Infos hier). Die Veranstaltungen beginnen jeweils im 19 Uhr.

Jeweils um 18.15 Uhr laden wir euch ein zu unseren Juso-Vorbesprechungen vor Ort ein, wo wir den Koalitionsvertrag aus jugendpolitischer Sicht mit euch diskutieren wollen.

Um euch die Gelegenheit zu geben, an einer der Konferenzen teilzunehmen, hat sich der Juso-Landesvorstand entschieden, interessierten Jusos aus Schleswig-Holstein die Kosten für die An- und Abreise zu den Veranstaltungen zu erstatten – und bestimmten Vorraussetzungen. Was müsst ihr dafür tun?

Findet euch in einer Gruppe zusammen (3-5 Personen), meldet euch bis spätestens 12 Uhr am Tag der jeweiligen Regionalkonferenz unter i.degner@jusos-sh.de an und seid rechtzeitig um jeweils 18.15 Uhr vor Ort für die Juso-Vorbesprechungen. Die Kosten werden euch bis maximal zum Preis eines Schleswig-Holstein-Tickets (als Gruppenticket) rückerstattet, auch bei einer Anreise mit dem PKW. Die Kosten müssen hierfür zunächst ausgelegt werden. Wir helfen euch auch gerne bei der Vermittlung von Fahrgemeinschaften.

Meldet euch bei Interesse schnell an, denn das zur Verfügung stehende Budget ist begrenzt. Eine Kostenübernahme erfolgt verbindlich unsererseits erst  nach unserer Bestätigung. Bei Rückfragen könnt ihr euch gerne an unseren Juso-Landesgeschäftsfüher Immo Degner (i.degner@jusos-sh.de) oder mich wenden.

Wir sehen uns bei den Regionalkonferenzen!

Mit solidarischen Grüßen,
Alexander Wagner
Landesvorsitzender
Jusos Schleswig-Holstein

Die Jusos Neumünster laden euch ein zum Stolperstein-Rundgang „Licht ins Dunkle bringen“ ab 17.30 Uhr. Treffpunkt ist das alte Rathaus am Großflecken. Von dort aus wird an allen Stolpersteinen eine Rose niedergelegt und den Opfern des Pogroms gedacht.

Die Jusos Segeberg organisieren zwei Mahnwachen, jeweils im 18.00 Uhr. Eine findet auf dem Rathausmarkt in Norderstedt statt, die andere auf dem Marktplatz in Bad Segeberg. Bei beiden Veranstaltungen wird mit kurzen Ansprachen auf die Historie Bezug genommen und eine Schweigeminute für die Opfer eingelegt.

Die Jusos Stormarn unterstützen den „Gang des Erinnerns“ in Ahrensburg, der vom ‚Runden Tisch für Zivilcourage und Menschenrechte, gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus‘ vor Ort organisiert wird. Beginn ist um 14.00 Uhr in der Hagener Allee / Ernst-Ziese-Straße.