Wir Studenten haben, auch wenn es manche Eltern oder Professoren nicht denken mögen, einen genauso anstrengenden Job, wie sie auch. Der Inhalt der Studienfächer verlangt die gesamte Aufmerksamkeit der Studierenden, jedoch sieht die Realität so aus, dass man viel Zeit mit Verwaltungstätigkeiten im Zusammenhang mit dem Studium verbringt.

Problematisch werden diese Verwaltungssysteme, wenn es zu viele und zu unübersichtliche Systeme gibt.

Die Verwaltungssysteme kann man sicher vereinheitlichen, damit man nicht mehr 10 Programme für die verschiedenen Lehrveranstaltungen braucht, sondern nur noch ein Programm oder man nicht mehr auf jede Website des jeweiligen Prof. gehen muss, um sich die Skripte herunterzuladen. Jede Universität hat ihre eigens ausgestaltete Website, was inhaltlich auch vollkommen in Ordnung ist, jedoch sollte man die Anmeldeprogramme bundesweit zu nachvollziehbar und übersichtlich vereinfachen und standardisieren. Bei diesen verschiedenen Systemen sowohl innerhalb einer Uni, als auch zwischen Universitäten hat man manchmal das Gefühle man befindet sich in dem Asterixfilm  „Asterix erobert Rom“ und ist auf der Suche nach dem Passierschein A-38. Da wird man irgendwann verrückt.

Die Freiheit der Lehre und der Forschung dürfen jedoch niemals hierdurch beschränkt werden (GG Art.5 Abs.3). Es geht also um die Inhalte der Léhrveranstaltungen.

Ein weiterer Punkt ist für Studenten der öffentliche Nahverkehr. Politiker werben immer wieder zur Nutzung des Fahrrads und des öffentlichen Nahverkehrs. Wenn aber beispielsweise die Busse zu der Uhrzeit, unabhängig ob Schule oder Universität Beginn/Schluss haben, trotzdem voll sind, dann macht es keinen Sinn für einen tollen Nahverkehr zu werben, wenn man andauernd wie eine Sardine eingequetscht wird sobald man den Bus betritt. Von Personen, die älter sind oder mehr Platz in öffentlichen Verkehrsmitteln benötigen, weil sie bspw. mit Rollstuhl unterwegs sind, möchte ich gar nicht erst anfangen. Die Überlastung und Überfüllung von Zügen, S- und U-Bahnen und Bussen ist in jeder Großstadt ein ernsthaftes Problem, welches mehr oder minder ignoriert wird, obwohl es bekannt ist.

Der Ausbau der Fahrradwege ist ein weiteres Problem. Wenn schon der öffentliche Nahverkehr nicht richtig funktioniert, dann könnte man ja sportlich sein und mit dem Fahrrad zur Uni fahren. Die Fahrradwege sind jedoch so klein (1m Breite in eine Richtung) als Hauptfahrradroute, dass nicht einmal überholen möglich ist.

Beide Dinge, sowohl Fahrrad als auch der öffentliche Nahverkehr, sollten eigentlich die besten Möglichkeiten sein, sich in einer Stadt fortzubewegen. Als netter Nebeneffekt wird auch noch die Umwelt geschont. Fahrradfahren stärkt auch die körperliche Fitness. Schwierige Verwaltungswege und schwierige Verkehrsbedingungen verkomplizieren zusätzlich den einfachen Zugang zu Bildung und damit das Studium.

Hier liegt die Lösung in der Politik. Nur über die Politik kann man Gesetze verändern und etwas positiv bewegen. Wir müssen in Deutschland Bildung und die dazugehörigen Bereiche besser finanzieren, endlich in den Mittelpunkt der Politik stellen und nicht als dauerhafte unliebsame Randerscheinung nebenher laufen lassen.

Bildung ist unsere Zukunft! Wir sind kein Land, das Bodenschätze besitzt, wir können nur mit unserem Know-How etwas erreichen und dafür ist Bildung und die einfache Möglichkeit an Bildung zu gelangen, die einzige Möglichkeit! Also lasst uns die Politiker solange nerven und selber in die Politik gehen,bis wir endlich diese Möglichkeiten bekommen.

Jan-Willem Sander für die Juso-Hochschulgruppe Kiel

 

Der heutige Tag ist den Vereinten Nationen (englisch UN oder UNO für „United Nations“ bzw. „United Nation Organization“) gewidmet. Ein weltweiter Zusammenschluss von 197 Staaten, gegründet von 51 nach dem Zweiten Weltkrieg 1945. Gegründet mit dem Ziel, den Frieden zu wahren. Die UN – so groß und doch vermeintlich unsichtbar? Es ist Zeit, sich den UN einmal zuzuwenden.

 

US Präsident Donald Trump wirft ihr Missmanagement und zu viel Bürokratie vor. Kürzlich verließen die USA, Israel zog nach, die UNESCO, der UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur. Stecken die Vereinten Nationen in einer Krise?

 

Dabei ist nicht zu vergessen, dass die UN zusammen mit ihren Organisationen in vielen Gebieten auf dem gesamten Globus Hilfe leisten. Nicht zuletzt auch für Geflüchtete – vor allem in großen Flüchtlingscamps im Nahen Osten. Von vielen Seiten kommen Forderungen zur Reformierung der UN. Gleichzeitig streichen Länder, wie die USA, massiv Geldmittel zusammen. Der Anspruch, mit Diplomatie internationale Konflikte vorzubeugen und bestehende Konflikte zu beenden, stimmt mit unserem Juso-Grundsatz überein. Diplomatie ist viel mehr Wert, als jede geschossene Kugel.

 

Nichtsdestotrotz sind die Strukturen der UN im Kern inzwischen über 50 Jahre alt. An dieser Stelle wird oft die Zusammensetzung des Sicherheitsrates, das Gremium, welches in jüngster Zeit beispielsweise weitere Sanktionen gegen Nordkorea verhing und verhängen darf, genannt. In ihm sitzen fünf ständige Mitglieder, die ein Veto-Recht haben. Ohne ihre Zustimmung läuft nichts. Deutschland zählt nicht dazu. Nun ist streitbar, ob diese Veto-Mächte noch zeitgemäß sind. Eine Reform des Sicherheitsrates gilt jedoch als äußerst schwierig. Kein ständiges Mitglied möchte auf sein Veto-Recht und dauerhafte Mitgliedschaft verzichten. Vielleicht wäre es eine Lösung, dass alle Mitglieder ständig wiedergewählt werden könnten. Ebenfalls die fünf ständigen Mitglieder.

 

António Guterres ist seit Oktober 2016 der neue Generalsekretär dieser riesigen Organisation. Er soll die UN durch unruhige Zeiten führen. Hier ist ein Fortschritt sichtbar. Der Vorschlag der Personalie Guterres wurde nicht mehr nur durch den Sicherheitsrat der Vollversammlung vorgelegt. Die Mitgliedsstaaten konnten sich im Vorfeld ein genaues von ihm machen.

 

Die Vereinten Nationen sind keine starre Formation. Inzwischen existieren einige neue Projekte, ohne großes, öffentliches „Tam Tam“. Es zeigt sich ähnlich wie mit der Europäischen Union. Der Grundsatz der Vereinten Nationen, den Frieden zu sichern und Konflikte gewaltfrei und am Verhandlungstisch zu lösen, sind viel zu wert, als dieses Projekt aufzugeben. Wir sollten uns öfter Zeit für die UN nehmen, als nur heute – am Tag der Vereinten Nationen.

 

Möchtest du mehr wissen? Die Zentrale für politische Bildung (bpb) stellt viel Material zu Verfügung: http://www.bpb.de/internationales/weltweit/vereinte-nationen/

Es ist wieder soweit! Heute, am 01. August (und bald am 01. September) starten wieder hunderttausende junge Menschen in ihr Berufsleben. Genauer gesagt: sie beginnen ihre duale Berufsausbildung.

Doch was ist das überhaupt? Was läuft schief? Was will die SPD eigentlich für Azubis erreichen, wenn sie mit Martin Schulz die nächste Bundesregierung anführt? Auf diese Fragen gehe ich in diesem Blogeintrag ein.

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Am Freitag, den 30. Juni 2017, kam der Deutsche Bundestag zu einer Sitzung zusammen, die sicher in die Geschichte eingehen wird.  Mit Konfetti, einer Rüge durch Bundestagspräsident Norbert Lammert und 393 Ja-Stimmen können gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland endlich unter dem Namen „Ehe“ heiraten und Kinder adoptieren. Die 2001 von rot-grün verabschiedete „Eingetragene Lebenspartnerschaft“ hat somit endlich ausgedient.

Da ist ein großer Knoten geplatzt. Eigentlich hätten homosexuelle Paare in Deutschland schon längst heiraten können. Doch die Union, nun mal Koalitionspartner in den letzten vier Jahren, blockierte bockig das, was die große Mehrheit der Menschen schon längst befürwortete. Erst mit dem Ausrutscher, man weiß es nicht, der Merkels, diese Entscheidung zu einer Gewissensfrage zu machen, kam Bewegung in die Sache. Vor dem Gesicht von 225 „bedröppelten“ Unions-Abgeordneten stimmte eine linke Mehrheit für die längst überfällige Gleichstellung homosexueller Paare.

Jetzt kommt sie – die Ehe für alle. Wörter wie „Homo-Ehe“ waren schon immer grauenvoll. Jetzt hört ein Stück Benachteiligung auf. Familie ist nicht das Gespann aus Mann und Frau. Familie ist da, wo Menschen füreinander Verantwortung füreinander nehmen.

Doch wer nun glaubt, die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung sei mit der Öffnung der Ehe beendet, liegt falsch. Eine politische Entscheidung beendet keine Diskriminierung innerhalb der Gesellschaft. Am Ende muss es in den Köpfen der Menschen ankommen. Nach wie vor ist das Selbstmordrisiko von lesbischen und schwulen Jugendlichen vier- bis siebenmal höher, als das von Jugendlichen im Allgemeinen. Schwule dürfen nach wie vor kein Blut in Deutschland spenden. Nach wie zittern viele Homosexuelle vor einem Coming-Out, weil sie Angst davor haben, wie ihr soziales Umfeld – ja, ihre Freunde und Familie – reagieren werden. Es ist eben noch nicht alles gut. Die endlose Debatte über die Öffnung der Ehe hat viele dieser nach wie vor existierenden Probleme in den Hintergrund gestellt. Mit der Verabschiedung des Gesetztes bietet sich die Chance, die öffentliche Wahrnehmung endlich auf andere Probleme zu lenken und diese anzugehen.

Eine Woche später, am 7. Juli 2017, stimmte auch der Bundesrat dem Gesetz zu. Ab dem 1. Oktober 2017 können dann endlich alle ganz offiziell „Ja, ich will“ sagen.

Am Ende bleibt trotzdem die schöne Erinnerung:
Freitag, der 30. Juni 2017. Ein Freitag, an dem beim Schauen einer Bundestagsdebatte Tränen voller Freude über Gesichter rollten.  

Für ist Wohnen ist ein Grundrecht. Kein Luxus. Deshalb hat die SPD geführte Landesregierung in 12 Kommunen in Schleswig-Holstein eine Mietpreisbremse eingeführt, um die Explosion der Mieten zu stoppen. Langfristig helfen aber nur mehr bezahlbare Wohnungen. Dafür wurde die Wohnraumförderung massiv gestärkt. Insgesamt über 700 Millionen Euro wurden bereitgestellt.

Bezahlbare Wohnungen für alle

Nach der neuen Bevölkerungsvorausberechnung für Schleswig-Holstein brauchen wir bis 2030 über 100 000 neue Wohnungen. Deshalb sorgen wir dafür, dass jährlich mindestens 5 000 bezahlbare Wohnungen entstehen. Dafür bauen wir die soziale Wohnraumförderung weiter aus. Erstmals wird auch über direkte Zuschüsse gefördert.

Bezahlbare Wohnungen für junge Menschen

Ein Schwerpunkt ist die Schaffung von Wohnraum für jungen Menschen. Sie haben es am Wohnungsmarkt besonders schwer. Meist haben sie wenig Geld. Oft bleiben sie nur während der Ausbildung an einem Ort und müssen bald wieder umziehen. Besonders in den Hochschulstädten ist die Situation angespannt. Auch Auszubildende haben Schwierigkeiten bei der Suche nach bezahlbaren Wohnungen. Wir wollen die Wohnungsprobleme junger Menschen gezielt angehen. Deshalb stellen wir die notwendigen Fördermittel zur Verfügung, um bis 2022 mindestens 2 000 zusätzliche Wohnmöglichkeiten zu schaffen. Das erreichen wir mit in Studierenden- und Azubiwohnheimen sowie kleinen, günstige Wohnungen in den größeren Städten.