Laaangweilig!

Liebe Frau Schwarzer, liebe Frau Köhler,
wir müssen Ihnen ganz ehrlich sagen, dass Ihr Platzhirschgebaren uns nicht interessiert. Wenn Sie Aufmerksamkeit suchen, gehen Sie doch bitte ins Dschungelcamp.

Wir kümmern uns in der Zwischenzeit um Gleichstellung.

Mit freundlichen Grüßen
Die Jusos SH

Meine Herren!

Dass die Herren Carstensen und Kubicki nicht viel Wert auf weibliche Expertise legen, sieht man schon an der Zusammensetzung ihres Kabinetts. Es bleibt jeder Frau und jedem Man selbst überlassen, bei diesen veralteten Strukturen zumindest irritiert zu sein. Auch an dem kürzlich vorgelegten Papier zur Konsolidierung des Landeshaushaltes arbeiteten zwar sieben Herren, aber nur eine Dame.

Kein Wunder also, dass die vorgeschlagenen Kürzungen der Mittel vorwiegend auf die weiblich geprägten Teile des Arbeitsmarktes beschränkt sind. Kultur, Soziales und Tourismus machen zwar einen erheblichen Teil der Wirtschaft dieses Bundeslandes aus, aber es passt wohl besser ins traditionelle Familienkonstrukt der ewig Gestrigen, Frauen hier gezielt zu benachteiligen.

Hinzu kommt die unglaubliche Zusatzbelastung für junge Familien und Alleinerziehende, die die Kürzungen bei Kita und Schulbeförderung ausmachen. Wozu soll Frau noch arbeiten gehen, wenn Mann grundsätzlich mehr verdient und das eigene Gehalt teilweise vollständig für die Betreuung ihrer Kinder draufgeht? Eine berechtigte Frage, die das Totsparen der Landes“regierung“ aufwirft.

Der, von den „Regierungs“fraktionen, als so fortschrittlich bezeichnete „Masterplan“, könnte uns zurückwerfen, in ein vergangenes Jahrtausend

Entlohnt

Nur das Wort Lohnungleicheiten will einem schon kaum über die Lippen. Das Dilemma in dem wir uns befinden und das dahinter steckt, gehört auch nicht zu den Top 5 der Small-Talk Themen.

Jahrzehnte nach der Frauenrechtsbewegung in Deutschland sind wir von tatsächlicher Gleichberechtigung noch weit entfernt. Nach wie vor verdienen Frauen im Schnitt 23% weniger als Männer. Die Gründe sind vielschichtig und für Manche/n von uns schwer nachzuvollziehen. Dürfte inzwischen wohl klar sein, dass Frauen und Männer gleiche Arbeit leisten, also auch den gleichen Lohn erhalten sollten.

Zwar hat sich die Regierung vorgenommen, die Gehälterschlucht bis zu diesem Jahr auf 15% zu verkleinern, seit Jahren stagniert der Wert jedoch bei 23%. Es lässt sich also ein klares Versagen der Politik feststellen, welche das Problem erkannt haben will, konkrete Maßnahmen allerdings einfach nicht zu ergreifen vermag.

In anderen europäischen Ländern ist ungleiche Bezahlung inzwischen gesetzlich untersagt. Dahin ist es in Deutschland wohl noch ein weiter Weg. Aber scheinbar wäre es ein notwendiger Schritt.

Schluss mit der Lohndiskriminierung

Was muss man tun, um bei 22 Minuten weniger Freizeit 23% weniger zu verdienen? Man muss Frau sein. Frauen werden aus verschiedenen Gründen immer noch wesentlich schlechter bezahlt als Männer. Diese Misslage müssen wir beheben.

Morgen ist Equal-Pay-Day, die Gelegenheit um ein Zeichen dagegen zu setzen. Mach bei einer der verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen mit.

Mehr dazu hier:

http://www.equalpayday.de/35.html