Vielleicht habt ihr es schon einmal mitbekommen… Tausende bunt gekleidete Menschen, die mit lauter Musik und guter Laune irgendwann zwischen Juni und August durch die großen Städte ziehen – der Christopher Street Day. Aber wieso wird dieser Tag eigentlich so bunt und voller Freude gefeiert?
Wir nutzen den Christopher Street Day um zu feiern, aber auch um zu demonstrieren und um zu gedenken.
Denn dieser Tag erinnert an den ersten, bekannt gewordenen Aufstand von Homosexuellen, Bisexuellen und Transgendern: Der Stonewall-Aufstand. In der Stonewall Inn Bar in der Christopher Street in New York kam es zu einer gewalttätigen Razzia der Polizei gegen die sexuellen Minderheiten. Nur lief dieses Mal alles anders: Die Homosexuellen verweigerten die Festnahme, die Straßenschlachten weiteten sich bis auf die gesamte Christopher Street aus und die Polizei wurde nach einigen Tagen vertrieben.
Wir sehen diesen Tag als einen Wendepunkt an, denn zum ersten Mal standen Homosexuelle für ihr Recht ein.
Auch in Deutschland änderte dieser ‚Liberation Day‘ vieles für Homosexuelle, Bisexuelle und Transgender. Aus diesem Grund wird dieser Tag in vielen Ländern gefeiert.

Wir feiern, demonstrieren und gedenken.
Wir feiern, dass wir auf die Straße gehen können, dass wir alle so sein können, wie wir sind.
Wir demonstrieren für mehr Rechte für sexuelle Minderheiten und gegen Diskriminierung.
Aber wir gedenken auch derer, die die Wende 1969 nicht mehr erleben konnten und derer, die auch heute noch gedemütigt, verfolgt und bestraft werden.

Auch dieses Jahr gibt es wieder viele CSD-Umzüge in Deutschland. Der nächste steht in Lübeck an: Start ist am 23. Juni um 13 Uhr an der Musik- und Kongresshalle. Beendet wird die Demonstration mit einer Kundgebung um 15 Uhr an der Obertrave.

Kommt, feiert, demonstriert und gedenkt mit uns! Seid bunt, laut und zeigt, dass wir eine tolerante Gesellschaft mit gleichen Rechten für alle sind und diese leben!

Wir freuen uns sehr über das breite Bündnis zum diesjährigen Equal Pay Day. Überall in Schleswigh-Holstein finden Aktionen statt, die darauf aufmerksam machen sollen, dass Frauen im Durchschnitt immernoch rund ein Viertel weniger verdienen als Ihre männlichen Kollegen.

Wenn man darüber hinaus betrachtet das Frauen häufig höhere Bildungsabschlüsse besitzen, ist es für Deutschland beschämend solche Lohnunterschiede zu haben. Wir kämpfen weiter für eine Gesellschaft in der wir alte Rollenbilder überwunden haben und Frauen das gleiche verdienen wie Männer

Flyern zum Weltfrauentag

Alle Jahre wieder? Nein, diesmal noch etwas besonderer als sonst, denn der Weltfrauentag feierte 100-jähriges Jubiläum! Grund genug Flyer und GummibärchInnen in der Kieler Fußgängerzone zu verteilen. Seit an Seit mit der Grünen Jugend. Dabei gab es unterschiedlichste Reaktionen, von ehrlich-erfreut auf weiblicher, bis chauvinistisch-prollig auf männlicher Seite, ganz ohne Klischees bedienen zu wollen…

Natürlich setzt man mit Flyern und Gummibärchen (gegendert oder nicht) kein nachhaltiges Zeichen für das längst fällige Umdenken in weiten Teilen unserer Gesellschaft. Ein kleiner Hinweis auf den wichtigen Tag war es aber allemal und das ließen uns viele der beglückwünschten jungen Frauen auch spüren. Tolle Aktion mit gutgelaunten grünen MitstreiterInnen!

 

Laaangweilig!

Liebe Frau Schwarzer, liebe Frau Köhler,
wir müssen Ihnen ganz ehrlich sagen, dass Ihr Platzhirschgebaren uns nicht interessiert. Wenn Sie Aufmerksamkeit suchen, gehen Sie doch bitte ins Dschungelcamp.

Wir kümmern uns in der Zwischenzeit um Gleichstellung.

Mit freundlichen Grüßen
Die Jusos SH

Meine Herren!

Dass die Herren Carstensen und Kubicki nicht viel Wert auf weibliche Expertise legen, sieht man schon an der Zusammensetzung ihres Kabinetts. Es bleibt jeder Frau und jedem Man selbst überlassen, bei diesen veralteten Strukturen zumindest irritiert zu sein. Auch an dem kürzlich vorgelegten Papier zur Konsolidierung des Landeshaushaltes arbeiteten zwar sieben Herren, aber nur eine Dame.

Kein Wunder also, dass die vorgeschlagenen Kürzungen der Mittel vorwiegend auf die weiblich geprägten Teile des Arbeitsmarktes beschränkt sind. Kultur, Soziales und Tourismus machen zwar einen erheblichen Teil der Wirtschaft dieses Bundeslandes aus, aber es passt wohl besser ins traditionelle Familienkonstrukt der ewig Gestrigen, Frauen hier gezielt zu benachteiligen.

Hinzu kommt die unglaubliche Zusatzbelastung für junge Familien und Alleinerziehende, die die Kürzungen bei Kita und Schulbeförderung ausmachen. Wozu soll Frau noch arbeiten gehen, wenn Mann grundsätzlich mehr verdient und das eigene Gehalt teilweise vollständig für die Betreuung ihrer Kinder draufgeht? Eine berechtigte Frage, die das Totsparen der Landes“regierung“ aufwirft.

Der, von den „Regierungs“fraktionen, als so fortschrittlich bezeichnete „Masterplan“, könnte uns zurückwerfen, in ein vergangenes Jahrtausend

Entlohnt

Nur das Wort Lohnungleicheiten will einem schon kaum über die Lippen. Das Dilemma in dem wir uns befinden und das dahinter steckt, gehört auch nicht zu den Top 5 der Small-Talk Themen.

Jahrzehnte nach der Frauenrechtsbewegung in Deutschland sind wir von tatsächlicher Gleichberechtigung noch weit entfernt. Nach wie vor verdienen Frauen im Schnitt 23% weniger als Männer. Die Gründe sind vielschichtig und für Manche/n von uns schwer nachzuvollziehen. Dürfte inzwischen wohl klar sein, dass Frauen und Männer gleiche Arbeit leisten, also auch den gleichen Lohn erhalten sollten.

Zwar hat sich die Regierung vorgenommen, die Gehälterschlucht bis zu diesem Jahr auf 15% zu verkleinern, seit Jahren stagniert der Wert jedoch bei 23%. Es lässt sich also ein klares Versagen der Politik feststellen, welche das Problem erkannt haben will, konkrete Maßnahmen allerdings einfach nicht zu ergreifen vermag.

In anderen europäischen Ländern ist ungleiche Bezahlung inzwischen gesetzlich untersagt. Dahin ist es in Deutschland wohl noch ein weiter Weg. Aber scheinbar wäre es ein notwendiger Schritt.