Liebe Genossinnen und Genossen,

im vergangenen Jahr hatte eine Delegation von Jusos aus Schleswig-Holstein die Möglichkeit, nach Irland und Nordirland zu reisen, um sich dort gemeinsam mit unseren jungsozialistischen Partnerorganisationen vor Ort über die politischen Konfliktlagen zu informieren.

Und nun steht der Gegenbesuch der irischen Labour Youth an! Vom 6. bis zum 13.Mai 2012 werden sich acht Delegierte über die politische Situation mit besonderem Blick auf die schleswig-holsteinischen Minderheiten in unseren Land und während einer Berlin-Reise über den innerdeutschen Konflikt zwischen BRD und DDR informieren.

Im Rahmen des Gegenbesuchs wird es einige Termine geben, zu denen wir euch herzlich zur Teilnahme einladen!

Gleich am Sonntag, den 6.Mai 2012,  werden wir gemeinsam mit unseren irischen Gästen während der Wahlparty in Kiel den Ausgang der Landtagswahl verfolgen. Wir treffen uns ab 17.30 Uhr hierfür im Legienhof in Kiel.

Am Montag, den 7.Mai 2012, treffen die Jusos Kiel ab 18 Uhr die Labour Youth ebenfalls im Legienhof zum gemeinsamen Gespräch, an dem natürlich auch alle anderen, interessierten Jusos teilnehmen können. Hier gehts zur Facebook-Veranstaltung: http://www.facebook.com/events/300946779987766/

Am Dienstag, den 8.Mai 2012, besichtigt die Delegation ab 11 Uhr das Willy-Brandt-Haus in Lübeck. Auch hier seid ihr herzlich eingeladen, dazu zu kommen. Bitte meldet euch zur besseren Planung hierfür bei Daniel Martinen an (d.martinen@jusos-sh.de) an:
http://www.facebook.com/events/195332813921778/

Am Mittwoch, den 9.Mai 2012, tourt die Gruppe ab 14.15 Uhr an minderheitenpolitischen Gesichtspunkten orientiert durch die Förderstadt Flensburg: http://www.facebook.com/events/404239606275207/

Am Donnerstag, den 10.Mai 2012, findet ab 10.00 Uhr eine Tour durch den Landtag mit Jürgen Weber statt, an der auch ihr gerne teilnehmen könnt. Bitte meldet euch auch hier bei Daniel Martinen an (d.martinen@jusos-sh.de). Zur Facebook-Veranstaltung: http://www.facebook.com/events/196363057151224/

Am Freitag bricht die Delegation dann für drei Tage nach Berlin auf. Hier findet ihr das komplette Programm des Gegenbesuchs. Leider ist es uns nicht möglich, alle Termine für Interessierte zu öffnen. Jedoch gibt es einige, weitere Termine, an denen ihr ggf. auch teilnehmen könnt. Falls ihr einen Termin findet, an dem ihr neben den genannten besonderes Interesse habt, meldet euch einfach bei Alexander (alexander.wagner@jusos-sh.de) oder Daniel (d.martinen@jusos-sh.de). Wir klären dann, ob eine Teilnahme möglich ist!

Reisetagebuch – Tag 7

Tag 7 von Julie Stelz

(Foto 1: Blick vom Hafen von Howth auf die vorgelagerte Insel Ireland’s Eye)

Nach der anstrengenden, aber beeindruckenden Mammut-Tour gestern durch halb (Nord-) Irland durften wir heute Morgen ausschlafen – oder, wie Michel und ich, die freie Zeit für Unternehmungen in Dublin nutzen, zu denen wir sonst nicht mehr gekommen wären: wir sind mit dem Zug auf die vor Dublin liegende Halbinsel Howth gefahren, der Stadtstrand Dublins – wenn auch leider nur für 15 Minuten, weil der Zug verspätet war und wir ja pünktlich um 12 wieder im Hostel sein sollten um gemeinsam zum Trinity College zu gehen.

 

Bevor wir losgingen, kam noch die Schreckensnachricht, dass die Fluglotsen streiken wollten, was sich aber bis heute Abend glücklicherweise erledigt hat – wobei ich persönlich ja schon gerne auf Airlinekosten mit der Fähre gefahren wäre 🙂

(Foto 2: Der Haupteingang des Trinity Colleges)

Auf der spannenden, vom nationalen Vorsitzenden der Labour Youth Colm geführten Tour durch das Trinity College  erfuhren wir allerlei Kurioses, wie z.B. dass das traditionell protestantische College zwar schon seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bereit war, katholische Studierende aufzunehmen, diese jedoch von Seiten der katholischen Kirche bis 1976 es nicht besuchen durften, da ihnen sonst der Ausschluss und eine allgemeine Verachtung durch die Religionsgemeinschaft drohte. Unabhängig von ihrer Konfession durften Frauen erst seit 1904 im College studieren.

Die Hochschulgruppen sind, anders als in anderen irischen Colleges, wenig politisch und es gibt sogenannte „Societies“, mehr oder weniger exklusive, z.T. nach Studienfächern geordnete Clubs, die in etwa mit deutschen Studentenverbindungen/Burschenschaften vergleichbar sind. Die exklusivste Society war die der Historiker, der auch einer der wohl berühmtesten Alumni Oscar Wilde angehörte.

Auf dem Gelände des Colleges ist keine Polizei erlaubt, was heißt, dass diese, wenn nötig, erst von der Collegeleitung eingeladen werden muss – so auch kürzlich bei einem Campus-Musikfestival, auf dem es Unruhen gab und sogar angeblich eine Studentin vergewaltigt worden sein soll.

Die Mensa ist dort nicht subventioniert wie in Deutschland, jedoch kann jede_r Studierende eine Prüfung ablegen, die ihm_ihr bei sehr guten Ergebnissen eine tägliche kostenlose Mahlzeit inklusive eines Pint (etwas über 500ml) Guinness bescheren kann!

Es gibt auch einen collegeeigenen Pub, der zwar offiziell nur für Studierende gedacht ist, jedoch aufgrund seiner zentralen Lage und günstigen Bierpreise auch viel von nichtstudentischen Gästen besucht wird.

(Foto 3: die das Book of Kells beinhaltende Bibliothek)

(Foto 4: die das Book of Kells beinhaltende Bibliothek)

Die Bibliotheken des Trinity College besitzen eine sehr außergewöhnliche Lizenz – die zum Kopieren: anders als an allen anderen Colleges in Irland dürfen sie jedes in Irland erschienene Buch unendlich oft kopieren und ihren Universitätsangehörigen zur Verfügung stellen, was, wie sich einige von uns vielleicht vorstellen können, den Unialltag stark erleichtern könnte. Das wichtigste Buch in der größten und ältesten Bibliothek des Colleges ist das Book of Kells – eins der ältesten und bedeutendsten Bücher Irlands, von dem jeden Tag eine Seite öffentlich zu „besichtigen“ ist – jedoch für den Preis von 10€ Eintritt und stundenlangem Warten in der Schlange, was wir uns dann erspart haben.

Der_die Unipräsident_in wird von allen wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen für 10 Jahre gewählt und darf für die Zeit ein Haus auf dem Campus beziehen, erhält 300 000€ im Jahr und darf die Queen treffen.

Um am Trinity College studieren zu können, braucht man prinzipiell sehr gute Abiturnoten – es gibt jedoch auch die Möglichkeit, über ein Stipendium für sozial benachteiligte Studienanwärter_innen einen Platz zu ergattern – was dazu führt, dass die Studierendenschaft zwar einerseits sehr bunt gemischt ist, jedoch genau genommen Freundschaften meist doch nur innerhalb derselben sozialen Schicht entstehen.

Um die wichtigste Tradition des Colleges weitertragen zu können, muss man wohl ein bisschen abergläubisch sein: Durch denTorbogen des „Campanile“ darf man nur schreiten, wenn man bereits einen Abschluss hat – ansonsten wird man ihn nie erlangen – wir werden sehen, wie sich Corneliusʻ und Moritzʻ akademische Zukunft gestalten wird 😉

(Foto 5: Der Campanile)

(Foto 6: Der Campanile)

(Foto 7: Der Campanile)

Nach dieser sehr spannenden, aber angesichts unseres knappen Zeitplans etwas zu lang geratenen Tour durch das College hatten wir alle Hunger – aber leider keine Zeit mehr zu essen, weil der nächste Termin im Parlament anstand.

Trotzdem sind wir in ein japanisches Restaurant gegangen, haben das wohl beste und raffinierteste Essen der ganzen Reise bestellt und hatten dann aber leider nur ca. 10 Minuten Zeit, unsere Riesenportionen runterzuschlingen. Total voll vom Essen mussten wir dann zum Parlament joggen, weil unsere dortige Führung nicht zu verschieben war – dort angekommen
erfuhren wir, dass wir noch auf eine andere Gruppe warten mussten, die auch an der Führung teilnehmen wollte – hätten wir das gewusst, hätten wir in Ruhe das leckere Essen genießen können!

Nun folgte eine Führung durch das Parlamentsgebäude „Tithe an Oireachtais“ („Haus der Gesetzgebung“), das wir leider nicht von innen fotografieren durften.

(Foto 8: Tithe an Oireachtais)

Zunächst ging es  in den Seanad Éirann – das Oberhaus – dessen Mitglieder nicht sehr demokratisch gewählt werden, sie werden nämlich zum Teil durch den Ministerpräsidenten („Taoiseach“) ernannt und zum Teil von Universitätsabsolvent_innen gewählt!

Nachdem wir den Dáil Éirann – das Unterhaus – dessen Besuchertribüne ähnlich muffelt wie das Hostel in Dublin – besichtigt hatten, ging es in den winzig kleinen fensterlosen, im Keller liegenden Sitzungsraum der Labour Fraktion „Labour Parliamentary Party Room“ 😉 , in dem wir Abgeordnete der Labour Party treffen sollten. Leider war vorher nicht klar, wen wir treffen würden und ob, wie geplant, der Parteivorsitzende, Vize-Ministerpräsident und Außenminister Eamon Gilmore Zeit für uns haben würde und konnten uns daher leider nicht auf die Gespräche vorbereiten.

Eamon kam leider nicht, dafür konnten wir uns mit den „TDs“ („Teachtaí Dála”, Abgeordnete) Alex White und Kevin Humphreys über Themen wie mögliche Wege aus der Finanzkrise, den wirtschaftlichen Einfluss der USA und China auf die EU und ihre persönliche Position zur EU unterhalten.

(Foto 10: Party Room innen)

(Foto 11: Kevin (l.) und Alex (r.))

(Foto 12: Gruppe)

 

 

 

 

Bevor wir zusammen mit einer großen Gruppe der Labour Youth essen gegangen sind, hatten wir noch ein paar Stunden Freizeit um noch ein wenig Dublin zu erkunden und letzte Besorgungen in Form von Kleidung, Andenken, Mitbringseln und Postkarten zu machen.

Nach dem Essen kamen noch einige weitere Genoss_innen der Labour Youth dazu und wir feierten unseren letzten Abend in Irland, indem wir gemeinsam durch – eh – 3? – oder waren es 4? – Pubs zogen 😉

(Foto 13: Guinness-Bubi)

 

Reisetagebuch – Tag 6

Tag 6 von Franziska Sommer & Katharina Rettke

Der Nebel lag noch über Derry als wir die Stadt verließen, um die nordirische Küste in Richtung Galway zu erkunden. Schnell stellten wir landschaftliche Unterschiede zwischen der West- und Ostküste fest. Das typische irische Postkartenmotiv – Schaf, Hügel, Wiese – prägte die Fahrt. In Galway angelangt ließen wir den Nordirlandkonflikt für eine Weile hinter uns und trotzten dem Regen auf einem historischen Spaziergang durch die Stadt. Besonders einprägsam war der Besuch zweier Kirchen. The Cathedral, die katholische Kirche, schmückte ein „Heiligenbild“ John F. Kennedys. Der ehemalige amerikanische Präsident genießt in Galway, wo er lediglich eine halbe Stunde verbrachte, ein hohes Ansehen. Im Gegensatz dazu besticht die protestantische, eher schlichte Kirche, durch Historie. Während sich ein Teil der Gruppe entschloss, direkt nach Dublin zu fahren, machte sich der Rest auf, die Abendstunden am Kliff von Moher zu genießen. Schon auf der Fahrt bot sich ein atemberaubender Blick auf die irische Küste, wo sich an der einen Stelle sanft Hügel und Meer aneinander schmiegen und auf der anderen das 200-Meter-hohe Kliff von Moher aus dem Wasser ragt.

Auf dem Weg wurden wir mit einem weiteren irischen Konflikt konfrontiert: Die distanzierte Haltung zum Lissabonvertrag. Mit den Worten „Same question – same answer – Lissbon 2“ gaben Vertragsgegner ihren Unmut auf einem, mit Graffiti besprühten Straßenschild, und.

Am Kliff erwartete uns ein begeisterndes Panorama mit einem traumhaften Sonnenuntergang. Kaum war die Sonne verschwunden machten wir uns auf die 3-stündige Fahrt nach Dublin.

 

Reisetagebuch – Tag 5

Tag 5 von Torben Priemer


Going to the Walled City (Derry)

Heute war wieder ein Tag zum Reisen. Pünktlich um 9.00 Uhr Ortszeit sind wir nach Derry aufgebrochen. Am Tag zuvor sind drei Funkgeräte gekauft worden um die Kommunikation zwischen den Autos zu erhöhen und eine problemlose Kolonnenfahrt zu ermöglichen. Somit machten sich die Genossinnen und Genossen mit den Funkgeräten bemannt auf um Derry möglichst früh zu erreichen. In der Theorie war es geplantdie Funkgeräte nur zu benutzen, wenn einen triftigen Grund gibt. Jedoch erwies sich das Ganze in der Praxis ganz anders und einige Genossinnen und Genossen (ALLE!) nutzten die technischen Gerätschaften für Schabernack und andere kindische Aktionen. Unter anderem wurden höchst romantische Gespräche geführt, denn wir sind nicht nur eine Gruppe junger, engagierter, politisch (richtig) orientierter Menschen, sondern auch höchst liebevolle Persönlichkeiten.

Nach einiger Zeit tobte eine gigantische Wetterfront über dem nordirischen Lande. Des Weiteren konnten wir Blicke auf die wunderschöne Landschaft erhaschen. Der Himmel brach erst wieder auf, als Derry in Sichtweite kam und die Sonnenstrahlen kitzelten sanft die pompösen Mauern der Stadt.

Nach Erreichen des Hostels stießen bald die Genossen der SDLP Youth zu uns. Als erstes wurde ein Rundgang über die noch vollkommen erhaltende Stadtmauer des Bollwerks namens Derry unternommen. Die Aussicht auf die schöne, jungfräuliche Stadt ergab sich als Augenweide für Herz und Seele.

Nachdem wir die schönen Momente in unsere Gedanken und Gefühle aufgenommen haben, folgte der eher traurige Part von Derry. Denn wir begaben uns in die Zeit der Troubles und schritten die Route des Civil Rights Marches, der zum Bloody Sunday führte ab. Wir taten dies im Gedenken an die 26 niedergeschossenen und 14 unschuldig getöteten Zivilistinnen und Zivilisten. Wir sahen unter anderem den Ort an dem drei junge Menschen starben und die zurückgebliebenen Gewehreinschüsse in der Hauswand hinter ihnen. Des weiteren betrachteten wir die kunstvoll gestalteten Hauswände (Murals).

You are now entering free Derry

Nach dem höchst politischen und traurigen Part von Derry begeben wir uns nun mit unseren irischen Genossinnen und Genossen in eine gegebene Örtlichkeit um die soziale Politik zu preisen und zu bejubeln.

Gute Nacht,

Torben Priemer

 

Reisetagebuch – Tag 4

Tag 4 von Maik Pretzlaff & Moritz Deutschmann

Warum hängt im Stormont, dem nordirischen Parlament, ein Reichsadler?

Und was ist nur mit dem Türgriff von dem Auto los, das Daniel fährt?

Programmhighlight war heute der Besuch des Stormont. Mit einem diesmal äußerst engagierten Guide und sehr auf uns als deutsche Besucher_innen und die mit dem Stormont verbundene Geschichte einging. Im zweiten Weltkrieg diente der kleine Sitzungssaal des sehr beeindruckenden Gebäudes als zentrale Funkstelle der Royal Navy, von dem aus auch der Befehl zur Versenkung der Bismarck gegeben wurde.

Am Kronleuchter in der Eingangshalle ist ein Reichsadler angebracht. Der Hintergrund dessen ist, dass Wilhelm II einige Zeit vor dem ersten Weltkrieg ein Freundschaftsgeschenk an seinen Onkel im britischen Königshaus der Windsors überreichte.

Da unser Treffen mit ehemaligen IRA und Ulster- Volounteers (UVF) leider nicht stattfinden konnte, machten wir uns auf eigene Faust in die Innenstadt Belfasts auf. Neben kulinarischen Lokalitäten und international bekannten Restaurants erfreuten wir uns an der Amy Winehousemusik, die aus allen Ecken zu kommen schien. Auf dem Weg dahin unterschätzte Daniel allerdings den Rangierkreis seines Mietwagens und so muss dieser von nun ohne Türgriff an der hinteren, linken Tür auskommen.

Walkie- Talkies, die die Fahrt des Konvois erleichtern sollen, erfreuten nicht alle Mitglieder der Gruppe, schienen einigen aber durchaus Spaß zu bereiten.

Um 16:00 ging es schließlich in das Ulstermuseum. Leider war die Zeit für dieses sehr informative und interessante Museum viel zu knapp und ist ein Grund nochmal nach Belfast zu kommen!

Zum Tagesabschluss sammelte sich die Gruppe in der Küche und belohnte sich mit einem Gaumenschmaus, den Paddys Hostel noch nie zuvor gesehen hat!

Reisetagebuch – Tag 3

Tag 3 von Michel Hansen

Moin-Moin, liebes Schleswig-Holstein,

Der 3. Tag unserer Reise hat uns schon die 2. Station beschert. Nach einem langen Abend voller guter Unterhaltungen und Diskussionen mit den Genoss_innen der Labour Youth ging es heute Morgen mit dem Auto Richtung Belfast. Die Fahrt hatte leider wenig Aussicht zu bieten, dafür aber auch in Irland die Erfahrung einer PKW-Maut auf Autobahnen (an den Linksverkehr gewöhnen wir uns langsam). Nach etwas Kurverei in Belfast, bei der die Kolonne mal wieder gesprengt wurde, lernten wir bei der Parkplatzsuche die Bedeutung der (doppelten) gelben Linie am Straßenrand kennen. Das Hostel in Belfast erwartete uns mit zwei verschimmelten Orangen und Scherben. Es bietet leider auch noch weniger Platz im 12-Bett-Zimmer (geschätzt 1 qm/Person), dafür aber einen schönen Aufenthaltsraum und eine gute Küche. Bei gutem Wetter – bisher sind wir von Regen verschont geblieben – wollen wir morgen grillen.

Neben dem schönen Leben haben wir natürlich die Bildungsreise fortgesetzt. IN der City Hall trafen wir Marty und Ciara (zwei Genoss_innen von der Insel), die uns seitdem gemeinsam mit unserem ständigen Begleiter Colm durch die Stadt führen. Die City Hall selber sieht aus wie ein typisches (prunkvolles) Rathaus, sodass auch die (monotone) Führung keine Besonderheiten bot. Immerhin durften wir auf den (nur 8 ) Plätzen der Social Democratic Labour Party – Fraktion im typisch britischen konfrontativ angeordneten Stadtparlament sitzen.

Danach stand das „Highlight“ das Tages an: Ein Rundgang durch Belfast mit besonderem Schwerpunkt auf die geteilten Stadtviertel. Besonders bedrückend erscheint die Tatsache, dass die Zäune dort zwischen den Vierteln über Nacht geschlossen wurden.

Morgen geht es politisch weiter im Stormont. Jetzt verarbeiten wir die gewonnenen Eindrücke erst einmal in einem nordirischen Pub.

(Anm.: Aufgrund von technischen Problemen konnten wir den Eintrag vom 04.08. erst heute Hochladen.)