Reisetagebuch- Tag 2

Tag 2 – Christian Nissen & Lars Oehme

Pünktlich landete das Flugzeug in Dublin, nach dem das Gepäck abgeholt und die Mietwagen organisiert waren, konnten die drei Auserwählten Fahrer gleich ihre Fahrkünste auf der für Sozialdemokraten einzig richtigen Straßenseite, LINKS, unter Beweis stellen.

Die Gewöhnung an den Linksverkehr ging bei einen etwas schneller von statten als bei anderen.

So konnten der Konvoi von drei Autos (das erste mit einem Navigationssystem, das zweite mit dem Orstkundigen Vorsitzenden der Labour Youth in Irland und das dritte nur mit ahnungslosen Junggenossinen und Junggenossen ausgestattet) in Richtung Hostel aufbrechen.

Das Fahren in Konvoi erwies sich schwieriger als Gedacht. Es musste darauf geachtet werden dass kein Auto verloren ging.

Schon an der ersten Ampel wurde der Unterschied zwischen Theorie und Praxis deutlich. Das dritte Auto, ohne jegliche Hilfsmitel in Form von Navigationssystem und Labour Youth Vorsitzenden musste halten während die anderen Autos auf nimmer wieder sehen verschwunden waren. Um so verwunderlicher war es, dass eben dieses Gefährt es schaffte deutlich vor den anderen beiden Autos am Hostel anzukommen und den besten Parkplatz zu finden.

Trotz kleinerer Startschwierigkeiten ging es heute morgen mit dem Programm los.

Als erstes heute morgen wurde das Kilmainham Gaol besucht. Ein Gefängnis welches wie kein anderes für den irischen Freiheitskampf steht. So waren hier unter anderem William Pearse und James Conolly, Vater der Arbeiterbewegung in Irland, nach den Osteraufständen inhaftiert und anschließend hingerichtet.

Die Delegation konnte das Gefängnis jedoch wieder vollständig verlassen um zum Abour Hill Cemetary zu fahren. Der Ort, wo die Anführer des Osteraufstandes in einem Massengrab begraben wurden. Mitglieder der Labour Youth begleiteten uns die gesamte Zeit und konnten uns viel über die Irische Geschichte und ihre Bedeutung für die Iren heute informieren.

Zum Anschluss des Tages ging es mit leichterer Kost weiter. Ins Guinness Storehouse. Im Obersten Stockwerk konnte man mit einem wunderbaren Blick über die Dächer Dublins die Geschehnisse des Tages noch ein mal Revue passieren lassen.

Morgen wird sich die, nach wie vor vollzählige Delegation, auf den Weg nach Nordirland machen.

Reisetagebuch – Tag 1

„Sehr geehrte Damen und Herren, aufgrund eines Lokschadens verzögert sich unsere Abfahrt auf unbestimmte Zeit. Wir warten auf eine Ersatzlok.“ Manche vernahmen sogar den Geruch von Rauch.

Doch selbst eine brennende Lok hielt die Jusos SH nicht auf, nach Irland zu fliegen. Heute beginnt unsere siebentägige Delegationsreise nach Irland und Nordirland. In den kommenden Tagen werden wir von unserer Reise in das „Land of Green“ berichten. Jeden Abend schreiben ein oder zwei Delegierte ihre Erlebnisse des Tages nieder und veröffentlichen sie hier.

Was machen wir eigentlich in Irland?

Die Jusos SH haben bereits eine kleine Tradition, was die internationale Arbeit und den Austausch angeht. Seit 2008 haben wir uns intensiver mit dem Konflikt im Nahen Osten auseinander gesetzt. Vor einiger Zeit besuchten uns Mitglieder der Fateh in Schleswig-Holstein und im vergangenen Jahr starteten wir zum Gegenbesuch durch. Mit unserem unfreiwillig länger dauernden Besuch in Israel und Palästina beendeten wir die intensive Arbeit an diesem Kapitel internationaler Politik. Doch ein neues Thema war schnell ausfindig gemacht: Der Nordirland Konflikt.

Seit Oktober 2010 haben wir haben wir 6 Seminare zu Irland, dem Konflikt, der wirtschaftlichen Situation und der Kultur veranstaltet. Den Höhepunkt findet das Projekt nun in der Exkursion nach Irland und Nordirland, die vom 02.-09. August 2011 stattfindet.

Die Stimmung in der Delegation ist super.